Fair Trade: Einkaufsführer gegen das Lädeli-Sterben
Aktualisiert

Fair TradeEinkaufsführer gegen das Lädeli-Sterben

Ein «fairer» Stadtführer zum Shoppen: BernTourismus unterstützt ein Projekt gegen das Sterben kleiner Geschäfte.

von
Stefanie Nopper
Spürt den Preisdruck der grossen Handelsketten: René Roggli.

Spürt den Preisdruck der grossen Handelsketten: René Roggli.

«Kleinere Läden werden in Bern zunehmend von den grossen Unternehmen verdrängt – dem wollen wir entgegenwirken», sagt Sonja Sanders, Sprecherin von Fokus Arbeit Umfeld. Die Non-Profit-Organisation porträtiert im ­soeben erschienenen Einkaufsführer «Fair lädele in Bern» ­

34 kleine Geschäfte.

Bern Tourismus unterstützt das Projekt. Mit dem Guide wolle man kleine Betriebe fördern, die nachhaltig produzieren, sagt Michael Keller, Leiter Tourist Information. Das sei ein Bedürfnis – für Einheimische und Touristen. «Einige der Läden haben nicht einmal eine eigene Internetpräsenz, um auf sich aufmerksam zu machen.» Darum stellt Bern Tourismus für sie seine Internetplattform zur Verfügung.

Die Konkurrenz grosser Handelsketten spürt auch René Roggli vom Kleiderladen Nordring Fair Trade: «Die Discounter starten ihren Ausverkauf teilweise sehr früh – besonders an Weihnachten.» Er findet den Guide deshalb eine «sehr coole Sache».

Lob vom Handels- und Industrieverein

Auch Adrian Haas, Direktor des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern, lobt den Einkaufsführer: «So können sich die Läden gemeinsam vermarkten.»

Doch das genügt nicht. «Um langfristig zu bestehen, sollten sich Lädeli-Besitzer über Einzigartigkeit differenzieren», sagt Berncity-Direktor Sven Gubler.

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