Illegale Alkohol-Aktion: Einmal bezahlen, doppelt trinken
Aktualisiert

Illegale Alkohol-AktionEinmal bezahlen, doppelt trinken

Der Static Club startet am Samstag mit neuem Eintrittskonzept. Es ist laut den Betreibern einzigartig – und verstösst gegen das Gesetz.

von
Markus Fehlmann
Event- und Marketingmanager Marcel Zimmerli lanciert die umstrittenen sogenannten Double-Money-Partys.

Event- und Marketingmanager Marcel Zimmerli lanciert die umstrittenen sogenannten Double-Money-Partys.

Wer am Samstag im Altendorfer Static Club feiert, profitiert gleich doppelt: Für den bezahlten Eintrittspreis gibt es Getränke-Bons im doppelten Wert zurück. Die Höhe des Eintritts können die Partygänger selber bestimmen, er muss aber mindestens zehn Franken betragen. «Unser neues Eintrittskonzept gab es in diesem Rahmen noch nie», sagt Event- und Marketingmanager Marcel Zimmerli. Die sogenannten Double-Money-Partys werden künftig jeweils freitags und samstags stattfinden.

Die Bons sind gemäss Zimmerli für sämtliche Getränke gültig – nebst Softdrinks, Wein und Bier auch für Spirituosen. Das Problem: Das Konzept verstösst gegen das Alkoholgesetz. «Vergünstigungen für Spirituosen sind gesetzlich nicht zulässig», sagt Ruth Hagen von Sucht Info Schweiz. Generell stösst das Konzept dort auf wenig Gegenliebe. Hagen: «Die Gefahr von Rauschtrinken steigt dadurch enorm, besonders bei Jugendlichen.»

In Luzerner Clubs sind die Meinungen zum Konzept geteilt. «Es ist interessant, kommt für uns jedoch nicht in Frage», sagt Pascal Apostol vom Rok. Martin Knöpfel, Inhaber des Lofts, hält dagegen gar nichts vom «Gratistrip» und verbilligten Preisen. «Wir bieten Qualität und die soll auch bezahlt sein.»

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