Aktualisiert 21.08.2012 11:44

SchuldenfalleEinmal Schulden, immer Schulden

Je früher jemand in die Schuldenfalle tappt, desto länger bleibt er darin gefangen. Besonders grosse Schwierigkeiten, ihre Schulden wieder los zu werden, haben dabei Personen zwischen 18 und 25 Jahren.

Am höchsten sind die Schulden im Bereich Telekommunikation. Verantwortlich dafür sind laut «Radar 2012» nicht zuletzt Smartphones mit Internetnutzung.

Am höchsten sind die Schulden im Bereich Telekommunikation. Verantwortlich dafür sind laut «Radar 2012» nicht zuletzt Smartphones mit Internetnutzung.

Junge Erwachsene sind häufiger verschuldet als Personen über 33 Jahre. Im Vergleich zum Vorjahr sind Schulden aus dem Bereich Telekommunikation weiter gestiegen. Dies ist das Ergebnis der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung «Radar Jugendverschuldung 2012» von Intrum Justitia. Das Inkassounternehmen hat zum zweiten Mal die Verschuldung junger Erwachsener in der Schweiz untersucht.

Besonders grosse Schwierigkeiten, ihre Schulden wieder los zu werden, haben dabei Personen zwischen 18 und 25 Jahren. Fünf Jahre nach ihrer Erstverschuldung sind noch 37 Prozent der Betroffenen verschuldet.

Landbewohner machen weniger Schulden

Auffallend sind regionale Unterschiede. Von den französisch sprechenden jungen Erwachsenen haben sogar 43 Prozent noch nach fünf Jahren mit ihren Schulden zu kämpfen. Bei den deutsch sprechenden sind es 35 Prozent, bei den italienisch sprechenden 34 Prozent. Ausserdem verschulden sich junge Bewohner von Städten und Agglomerationen häufiger als Landbewohner.

Näher unter die Lupe genommen hat «Radar 2012» dieses Mal das Gesundheitswesen. 61 Prozent der jungen Erwachsenen, die offene Arzt- oder Laborrechnungen haben, sind Frauen. Bei Schulden im Bereich E- Commerce sind junge Männer mit 60 Prozent überdurchschnittlich häufig betroffen.

Schuldenfalle Smartphone

Am höchsten sind die Schulden im Bereich Telekommunikation. Hier stieg die Hauptforderung von 468 Franken im Vorjahr auf 563 Franken. Verantwortlich dafür sind laut «Radar 2012» nicht zuletzt Smartphones mit Internetnutzung und Geräte mit hohem Sozialprestige.

Leicht rückläufig waren die offenen Rechnungen in Höhe von 248 Franken im Bereich Gesundheit (Vorjahr: 254 Franken) und beim E- Commerce mit 100 Franken (Vorjahr: 106 Franken).

(sda)

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