Aktualisiert 19.03.2020 05:57

Hamsterkäufer in Australien«Einmal tief Luft holen und kalt duschen»

Hamsterkäufe sind in Zeiten der Coronavirus-Krise auch in Australien ein grosses Problem. Der Landwirtschaftsminister findet deutliche Worte.

von
scl
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Schlange stehen: Woolworths hat seine Türen für ältere Menschen eine Stunde früher geöffnet – damit sie den Hamsterkäufen aus dem Weg gehen können. (19. März 2020)

Schlange stehen: Woolworths hat seine Türen für ältere Menschen eine Stunde früher geöffnet – damit sie den Hamsterkäufen aus dem Weg gehen können. (19. März 2020)

epa/James Ross
Auch in Australien steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle stetig an – bereits gibt es rund 600 Infizierte.

Auch in Australien steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle stetig an – bereits gibt es rund 600 Infizierte.

epa/Danny Casey
Auch Australien sieht sich wegen der Pandemie-Ängste mit Panikkäufen konfrontiert.

Auch Australien sieht sich wegen der Pandemie-Ängste mit Panikkäufen konfrontiert.

Reuters/Loren Elliott

Auch in Australien steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle stetig an – bereits gibt es rund 600 Infizierte. Die Regierung hat den Bürgern inzwischen alle Auslandsreisen bis auf Weiteres untersagt und den Notstand für die biologische Sicherheit des Landes ausgerufen.

Diese Massnahmen rufen im ganzen Land Hamsterkäufe auf den Plan. Dabei produziert Australien nach Angaben des Landwirtschaftsministers David Littleproud die Lebensmittel für rund 75 Millionen Menschen. Dies sei etwa dreimal so viel, wie der Kontinent Einwohner habe und um die Essensversorgung müsse man sich nun wirklich keine Gedanken machen, erklärte Littleproud am Donnerstag im Sender ABC News.

Polizei verteilt Toilettenpapier

Der einzige Druck auf die Versorgungskette komme durch Personen, die aus Dummheit wie in Panik einkauften. «Sie müssen einmal tief Luft holen, kalt duschen und verstehen, dass, wenn sie normal einkaufen, die Regale normal aufgefüllt werden», sagte der Politiker weiter.

In Geschäften kam es in den vergangenen Tagen teilweise zu absurden Szenen. Zahlreiche Personen stritten sich um Waren; mancherorts musste die Polizei eingreifen. Viele Supermärkte sind praktisch leergefegt und die wartende Kundschaft reist die Produkte nicht selten direkt von den gerade erst angelieferten Paletten.

Die Supermarktkette Coles kündigte daher in ganzseitigen Zeitungsanzeigen Kauf-Begrenzungen für Produkte wie Toilettenpapier, Nudeln, Mehl und Hand-Desinfektionsmittel an.

(scl/sda)

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