Aktualisiert 28.07.2016 09:46

Möbel mit StilEinrichten für Anfänger

Eine Wohnung stilvoll einzurichten, ist anspruchsvoll: Innenarchitekten sind teuer, dem Mieter selbst fehlt möglicherweise der Geschmack. Eine neue App hilft.

von
mst
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Einrichten leicht gemacht: Wer Inspiration für seine Wohnräume sucht, hat verschiedene Möglichkeiten.

Einrichten leicht gemacht: Wer Inspiration für seine Wohnräume sucht, hat verschiedene Möglichkeiten.

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Die teuerste Variante: Innenarchitekten. Die schlagen mit rund 150 Franken pro Stunde zu Buche.

Die teuerste Variante: Innenarchitekten. Die schlagen mit rund 150 Franken pro Stunde zu Buche.

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Dafür können Sie mit dem Innenarchitekten jeden Ihrer Wünsche besprechen und Schritt für Schritt auf die perfekte Küche/das perfekte Wohnzimmer hinarbeiten.

Dafür können Sie mit dem Innenarchitekten jeden Ihrer Wünsche besprechen und Schritt für Schritt auf die perfekte Küche/das perfekte Wohnzimmer hinarbeiten.

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Nur drei Prozent der Schweizer richten ihre Wohnungen mit Hilfe von Innenarchitekten ein. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die Preisfrage, aber auch die Tatsache, dass «normale» Menschen für ihre Wohnungseinrichtung eher keine professionelle Hilfe in Anspruch nehmen – oder nicht wissen, wo sie diese Hilfe bekommen können.

Räumliches Vorstellungsvermögen ist nichts für Anfänger

Wer nicht auf den Innenarchitekten zurückgreift, der muss selber ran: Möbel kaufen ist anstrengend, braucht viel Zeit und ein grosses räumliches Vorstellungsvermögen sowie Stilverständnis. Und dann, in den eigenen vier Wänden, bemerkt man, dass das Blau des neuen Sofas sich ganz fürchterlich mit den gelben Vorhängen beisst. Oder dass der neue Esstisch leider doch zwei Zentimeter zu lang ist und sich deswegen das Fenster nicht mehr richtig öffnen lässt. Wer sich schön und ein bisschen ausgewählt einrichten will, der hat verschieden teure Möglichkeiten.

Teuer: der Innenarchitekt

Er kostet im Schnitt ca. 140 bis 180 Franken pro Stunde (!) und ist damit die teuerste Option. Bei dem Preis besteht aber auch die Chance, dass sich der professionelle Einrichter ganz auf Sie einlässt und jeden Ihrer Wünsche berücksichtigen wird. Er ist (je nach Anbieter) nicht an Vertragspartner gebunden und könnte Ihr künftiges Nachttischli nicht nur bei Ikea, sondern auch im Brockenhaus finden.

Mittel: die App

«Beyoo» will Innenarchitektur jetzt an den Durchschnitts-Mann (und natürlich die Durchschnitts-Frau) bringen. Das Konzept ist simpel: Man erfasst seine Wohnung und seinen persönlichen Geschmack, ausserdem bestimmt man ein Budget. Mittels eines ausführlichen Fragenkatalogs wird der eigene Stil definiert: Die App fragt nach Farbpräferenzen, nach gewünschten Böden, Bildern und Hobbies, die in die Auswahl der Einrichtung einfliessen könnten. Auf der anderen Seite des Bildschirms beurteilt dann ein echter Mensch, kein Algorithmus, die Wohnsituation und schlägt Einrichtungsgegenstände von grossen Möbelhäusern und kleinen Designershops vor. «Beyoo» kostet 290 Franken Anzahlung – die sind allerdings im Wohnbudget drin, sprich, wer Möbel im Wert von mindestens 290 Franken kauft, der bezahlt nichts für die eigentliche Dienstleistung.

Günstig: Wohnheftli & Einrichtungsbücher

Es gibt viele Bücher mit praktischen Tipps und Tricks zur Inneneinrichtung, auch konkret zu Stil, verfügbarem Platz, Budget oder Art der Wohnung. Das Buch «Inneneinrichtung Heute» von Eugeni Pons gibt es zum Beispiel für 32.90 Franken bei Ex Libris. Mit Preisen ab 3.50 Franken sind Wohnhefte noch um einiges günstiger. Sie bieten Anregungen für jeden Geschmack. Da liegt aber auch der Nachteil: Die Wohnheftchen können Sie vielleicht inspirieren, aber ob das Chromstahl-Bücherregal in ihrem Altbau so lässig aussieht wie in der Loft im Heft? Schwer zu sagen.

Fast Gratis: Freunde

Wenn Sie jemanden kennen, der selbst sehr schön wohnt, können Sie ja dort mal um Rat fragen. Eventuell lässt sich Ihr grosszügiger, stilsicherer Kumpel sogar mit einer Portion Kötbullar für 1.50 Franken bei Ikea für seine Beratungsdienste abspeisen – billiger kommen Sie garantiert nicht weg.

Ganz gratis: Einrichtungsblogs

Für die kostenlose Inspiration gibt es immer noch das Internet. Dort finden Sie nicht nur Möbel, die Ihnen gefallen, sondern dank Vergleichsdiensten auch noch den billigsten Anbieter. Dafür kann es gut sein, dass ausgerechnet ihr Wunsch-Nachttischli nicht in die Schweiz lieferbar ist.

Und wie haben Sie Ihre Wohnung eingerichtet?

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