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94-Jähriger aus MinnesotaEinsamer Witwer baut Pool für Kinder im Quartier

Nach dem Tod seiner Frau fühlte sich Keith Davison (94) sehr einsam. Das änderte sich, als er in seinem Garten einen riesigen Swimmingpool bauen liess.

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Freude bei den Kindern im Quartier: Sie planschen im Pool, den ein einsamer Nachbar für sie bauen liess.

Für den 94-jährigen Keith Davison aus der Ortschaft Morris im US-Staat Minnesota brach nach dem Tod seiner Frau Evy eine Welt zusammen. Die beiden waren 66 Jahre lang verheiratet gewesen, im April 2016 starb sie an Krebs.

Seither war es im grossen Haus am Riverview Drive sehr ruhig geworden. Zu ruhig. «Wissen Sie, man weint sehr viel», erzählt der pensionierte Richter dem TV-Sender Kare11. Davison hat drei erwachsene Kinder, aber keine Enkelkinder.

Das ganze Quartier ist dankbar

Seit einigen Wochen ist es in seinem Garten allerdings nicht mehr so still: Der Rentner liess einen zehn Meter langen Swimmingpool samt Sprungbrett bauen – für die Kinder in der Nachbarschaft. In Morris gibt es keine öffentliche Badeanstalt.

«Ich wusste, dass sie kommen würden», freut sich Davison, während er den vor Vergnügen quietschenden Kindern aus seinem Liegestuhl im Schatten zuschaut. Er stellte eine einzige Bedingung: Ein Elternteil oder jemand von den Grosseltern müsse immer dabei sein.

Nachbarin Jessica Huebner kommt mit ihren vier Kleinen an den warmen Nachmittagen. «Richter Davison verbreitet Freude in der ganzen Nachbarschaft», sagt Huebner. «Er hat irgendwie alle Kinder aus dem Quartier adoptiert», sagt sie. Keith Davison lacht: «Ich sitze jetzt nicht mehr allein herum und starre die Wand an.»

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