Einsatzplan gegen Vogelgrippe in der Schweiz
Aktualisiert

Einsatzplan gegen Vogelgrippe in der Schweiz

Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) hat einen Massnahmenplan für den Fall eines Vordringens der Vogelgrippe ausgearbeitet.

Dieser sieht ein Verbot der Geflügel-Freilandhaltung erst dann vor, wenn die Vogelgrippe in einem Nachbarland der Schweiz ausgebrochen ist, wie Franz Geiser vom BVET am Freitag zu einem Bericht im Schweizer Radio DRS sagte. Der so genannte Kaskadenplan, der in Zusammenarbeit mit den Verbänden und Unternehmen der Geflügelbranche erarbeitet wurde, sieht je nach Entwicklung des Vogelgrippe-Risikos für die Schweiz entsprechende Massnahmen vor. Nach wie vor besteht eine geringe Gefahr für die Einschleppung der Vogelgrippe. Dennoch will das BVET zusammen mit der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und den Referenzlabors in Zürich und in Mittelhäusern ein Überwachungsprogramm für Zugvögel starten, um virentragende Vögel möglichst schnell identifizieren zu können. Dringt die Vogelgrippe in den EU-Raum vor, werden in Abstimmung mit der EU möglicherweise Einschränkungen der Freiland- und Bio-Haltung von Geflügel durchgesetzt. Auf ein Ausbrechen der Vogelgrippe in einem Nachbarland wird mit dem Verbot der Freilandhaltung reagiert. Zudem wird das Nationale Krisenzentrum aktiviert. Bricht die Vogelgrippe in der Schweiz aus, werden Massnahmen gemäss der Tierseuchenverordnung ausgeführt. (dapd)

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