Einsiedeln: Einsiedler Ballon an der Küste von Hawaii gefunden
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EinsiedelnEinsiedler Ballon an der Küste von Hawaii gefunden

Unglaublich: Primarschüler Michi Kuriger hat Post aus Hawaii erhalten. Offenbar fand ein Fischer seinen Ballon, den er in Einsiedeln in den Himmel hatte aufsteigen lassen.

von
Roman Hodel
Die lange Reise von Michis Ballon und Karte. (Bild: Schweiz Aktuell/Fotomontage)

Die lange Reise von Michis Ballon und Karte. (Bild: Schweiz Aktuell/Fotomontage)

Mit seiner Klasse hatte Michi Kuriger (9) aus Einsiedeln SZ Ende März Ballone mit Karten in den Himmel steigen lassen. In den Wochen danach meldeten sich bei seinen Schulkameraden einige Finder – aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Michi hingegen ging leer aus. Zunächst. Eines Tages stand die Lehrerin mit einem Couvert vor Michi und fragte: «Kennst du jemanden aus Hawaii?» Michi verneinte. Schliesslich durfte er das Couvert vom anderen Ende der Welt öffnen. Zum Vorschein ­kamen: seine Ballonkarte, ein Hawaii-Shirt, eine Kette mit einem Haifischzahn und eine Zeichnung. Darauf zeigt der Finder, offenbar ein hawaiianischer Fischer, wo er die Karte samt Ballon gefunden hatte – im Magen eines Haifischs.

Michi sagt: «Ich dachte, das kann doch nicht wahr sein.» Auch sein Vater Benno schüttelte den Kopf. Mittlerweile sind sie sich jedoch ziemlich sicher, dass es wahr sein könnte: «Der Poststempel stimmt ja und wer betreibt schon einen solchen Aufwand aus Jux?», fragt der Vater. «Zudem haben wir den Finder auf Facebook kontaktiert – leider bislang erfolglos.»

Wie Meteorologe Felix Blumer in «Schweiz aktuell» sagte, kann ein Heliumballon bis zu 10 000 Kilometer weit fliegen. Das würde allerdings erst bis zum Indischen Ozean reichen. Dort soll ein Hai den Ballon geschnappt und die gesamte restliche Strecke nach Hawaii transportiert haben. «Es ist denkbar, dass ein Tigerhai diese Strecke zurückgelegt hat», sagt Haiforscher Jürg Brunnschweiler.

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