Meghan und Harry setzten sich mit neuer Kooperation für Gleichberechtigung der Geschlechter ein
Publiziert

Archewell-Kooperation mit «P & G»Einst kämpfte Meghan gegen die Firma, jetzt spannt sie mit ihr zusammen

Als 11-Jährige schrieb Herzogin Meghan der US-Firma einen Brief, um gegen eine sexistische Werbung vorzugehen. Nun spannt sie mit «Procter & Gamble» zusammen.

von
Katrin Ofner
1 / 8
Herzogin Meghan (39) und Prinz Harry (36) gehen mit ihrer Archewell Foundation eine neue Kooperation ein, die im ersten Moment viele staunen lässt.

Herzogin Meghan (39) und Prinz Harry (36) gehen mit ihrer Archewell Foundation eine neue Kooperation ein, die im ersten Moment viele staunen lässt.

imago images/i Images
Das Herzog-Paar hat einen mehrere Jahre umfassenden Deal mit «Procter & Gamble» abgeschlossen – jenem Unternehmen, gegen das Meghan im Alter von elf Jahren wegen Sexismus vorgegangen ist.

Das Herzog-Paar hat einen mehrere Jahre umfassenden Deal mit «Procter & Gamble» abgeschlossen – jenem Unternehmen, gegen das Meghan im Alter von elf Jahren wegen Sexismus vorgegangen ist.

imago images/PA Images
Anfang der 90er-Jahre lief eine Spülmittel-Werbung im US-TV, in der es hiess: «Frauen kämpfen gegen fettige Töpfe und Pfannen». Diese Aussage traf die heutige Herzogin damals so sehr, dass sie daraufhin unter anderem dem Chef von «Procter & Gamble» einen Brief schrieb.

Anfang der 90er-Jahre lief eine Spülmittel-Werbung im US-TV, in der es hiess: «Frauen kämpfen gegen fettige Töpfe und Pfannen». Diese Aussage traf die heutige Herzogin damals so sehr, dass sie daraufhin unter anderem dem Chef von «Procter & Gamble» einen Brief schrieb.

imago images/i Images

Darum gehts

  • Herzogin Meghan setzt sich seit Jahren für die Gleichstellung der Geschlechter ein.

  • Als 11-Jährige ging sie sogar mit einem Brief an den Firmen-Chef von «Procter & Gamble» gegen deren sexistische Werbung vor – mit Erfolg.

  • Nun haben die 39-Jährige und ihr Mann Prinz Harry (36) mit ihrer Archewell Foundation eine Kooperation mit dem US-Unternehmen, um Seite an Seite etwas zu bewirken.

«Frauen kämpfen gegen fettige Töpfe und Pfannen», hiess es in einer Spülmittel-Werbung in den 90er-Jahren. Der Spot stammte vom US-Konzern «Procter & Gamble» und stiess der damals 11-jährigen Meghan Markle sauer auf. Fast 25 Jahre später geht die heutige Herzogin von Sussex und ihr Mann, Prinz Harry (36), mit ihrer Archewell Foundation eine Kooperation mit genau diesem Unternehmen ein. Eine Zusammenarbeit, die auf den ersten Blick verwundern mag, doch die 39-Jährige hat begründete Absichten.

Meghan will etwas verändern, sich mit «Procter & Gamble» Seite an Seite für Gleichberechtigung im Unternehmen stark machen. «Durch die Archewell Foundation haben der Herzog und die Herzogin von Sussex die Mission, eine gerechte Zukunft für Frauen und Mädchen zu schaffen. In dieser Partnerschaft werden die Archewell Foundation und «P & G» den Schwerpunkt auf die Gleichstellung der Geschlechter legen», heisst es in einem offiziellen Statement . «Es ist wichtig, Männer und Jungs für die Gleichstellung der Geschlechter in der gesamten Gesellschaft zu gewinnen.»

Meghan kämpfte als junges Mädchen schon gegen Sexismus

Die Rechte der Frauen sind der Herzogin eine Herzensangelegenheit. Als sie mit ihrer Klasse im Jahr 1993 die oben beschriebene Spülmittel-Werbung von «Procter & Gamble» sah, war für die damals 11-Jährige die Botschaft klar. Die baldige Zweifach-Mama fand den Spot so sexistisch, dass sie kurzerhand ein Schreiben aufsetzte. Vor laufender Kamera erklärte sie damals in einem TV-Interview: «Als ich die Werbung das erste Mal sah, wusste ich, dass man etwas dagegen tun muss.»

In einem Brief, den sie an den Firmenchef, an die damalige First Lady Hillary Clinton (73) und an Linda Ellerbee (76), die zu dieser Zeit «Nick News» moderierte, schickte, schrieb Meghan: «In der Werbung heisst es, Frauen kämpfen gegen Fett. Was bedeutet, dass nur Frauen den Abwasch machen. Als die Jungs in meiner Klasse das gehört haben, haben sie gesagt: Ja, da gehören Frauen doch hin – in die Küche.»

Diese Worte hätten ihre Gefühle verletzt. «Dass sie aufwachsen und denken, Mädchen wären weniger wert als sie», erzählte sie in ihrer Rede bei der UN-Women-Versammlung 2015 über das Schreiben. Mit ihrer Kritik hatte Meghan Erfolg: Nur drei Monate nach ihrer Beschwerde wurde der TV-Spot geändert. Aus «Frauen» wurden «Menschen» gemacht.

Wirst du oder wird jemand, den du kennst, aufgrund der Geschlechtsidentität diskriminiert?

Hier findest du Hilfe:

Gleichstellungsgesetz.ch, Datenbank der Fälle aus Deutschschweizer Kantonen

Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung