Aktualisiert 14.06.2005 10:45

Einstein-Ausstellung in Bern

Ab Donnerstag ehrt die Stadt Bern als Geburtsstätte der Speziellen Relativitätstheorie den Physiker und Humanisten Albert Einstein (1879-1955) mit einer Ausstellung im Historischen Museum.

Die Ausstellung dauert knapp ein Jahr.

Mit einer Fläche von 2500 Quadratmetern ist die Berner Ausstellung die weltweit grösste zum Leben und zum Werk des genialen Physikers und humanistischen Denkers, wie die Organisatoren am Dienstag mitteilten. Offen fürs Publikum wird sie ab Donnerstag sein und bis zum 17. April 2006 dauern.

Experte im Berner Patentamt

Im biografischen Teil führt die Ausstellung von Einsteins jüdischen Wurzeln über seine Geburtsstadt Ulm nach München, Zürich, Bern, Berlin und Princeton. Was er in Bern zwischen 1902 und 1909 neben seiner Arbeit als technischer Experte dritter Klasse am Patentamt wissenschaftlich erschaffen hatte, brachte ihm 1921 den Nobelpreis ein.

Die wichtigsten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts, die Raumzeit, die Äquivalenz von Energie und Masse, die Urknall-Theorie, die Atombombe, die Nutzung der Kernkraft und die Quantenphysik sind aus Einsteins Theorien hervorgegangen. An der eigentlichen Entwicklung der Atombombe war er nicht beteiligt.

Die Ausstellung, die mit einem Aufwand von 7,2 Mio. Franken entwickelt wurde, will Einsteins wissenschaftliche Erkenntnisse einem grossen Publikum so nahe wie möglich bringen. Zu erleben ist unter anderem eine virtuelle Fahrt mit Lichtgeschwindigkeit durch Bern, und es gibt Erläuterungen zur Formel E=mc2.

Faszination erlebbar machen

Die Ausstellung möchte die Faszination erlebbar machen, die von Einsteins Fragestellungen und Entdeckungen ausgeht. Die Besucherinnen und Besucher sollen möglichst dazu gebracht werden, sich ausgiebig mit der schwierigen Materie befassen, um die Dinge genauer zu verstehen.

Die Ausstellung ist bis am 17. April 2006 täglich von 10-19 Uhr offen, ausser am 25. Dezember. Neben der grossen Sonderausstellung gibt es bis zum 16. Oktober den Erlebnispark Physik rund ums Museumsgebäude und eine Nacht der Physik am 9. Juli von 20.00 Uhr bis um 2.00 Uhr. Weitere Infos unter www.einstein-ausstellung.ch. (sda)

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