Sonderausstellung: Einstein macht in China Werbung
Aktualisiert

SonderausstellungEinstein macht in China Werbung

Einstein geht auf Tournee: Die Berner Ausstellung soll in China ein Millionenpublikum für die Schweiz und «ihr» Genie begeistern.

von
Patrick Marbach

Mit 350  000 Eintritten hat die Einstein-Sonderausstellung im Historischen Museum alle Besucherrekorde geknackt. Doch dieser Erfolg ist nur ein Klacks verglichen mit dem, was noch folgen könnte: In vier der grössten Museen Chinas, genauer in Peking, Schanghai, Kanton und Hongkong soll die Ausstellung ab nächstem April zu sehen sein. «Noch haben wir nicht alle Zusagen, aber wir sind auf dem besten Weg», sagt Museumsdirektor Peter Jezler.

Ebenso zuversichtlich ist Botschafter Dong Jinyi: «China empfängt diese einzigartige Ausstellung mit offenen Armen.» Vielen seiner Landsleute sei Albert Einstein zwar als Wissenschaftler bekannt, jedoch noch zu wenig als Vordenker für Frieden und Gerechtigkeit.

Als «absoluten Glücksfall» bezeichnet Johannes Matyassy von Präsenz Schweiz (dem EDA angehörig) das Projekt. Es könne der Eidgenossenschaft als Plattform zur Imagepflege dienen. Der Bund unterstützt die Tournee deshalb mit einer knappen Million Franken.

Dass Chinas Regime Einstein zu Propagandazwecken vereinnahmen könnte, macht Museumsdirektor Jezler keine Sorgen: «Im Gegenteil – unsere Ausstellung betont gerade Einsteins humanistische Seite.»

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