Zürich: Einstöckige S-Bahn mit vielen Türen geplant
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ZürichEinstöckige S-Bahn mit vielen Türen geplant

Fast wie in der U-Bahn: Weil immer mehr Leute S-Bahn fahren, sollen in Zürich zusätzlich einstöckige Züge mit vielen Türen und primär Stehplätzen verkehren.

von
Roman Hodel
Hat das Warten beim aus- und einsteigen bald ein Ende? Foto: key

Hat das Warten beim aus- und einsteigen bald ein Ende? Foto: key

Überfüllte S-Bahn-Züge sind schon heute an der Tagesordnung. Bis 2030 rechnet der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) gar mit doppelt so vielen Fahrgästen insgesamt. Um diese Passagierströme bewältigen zu können, denkt der ZVV über einen Systemwechsel nach: Neben den bestehenden Linien mit Doppelstock-Zügen sollen im engeren Raum Zürich – etwa zwischen Dietikon und Uster – dereinst zusätzlich einstöckige S-Bahn-Züge mit vielen Türen und vor allem Stehplätzen verkehren. Damit würde der Fahrgastwechsel an den Bahnhöfen viel kürzer dauern als bei den Doppelstöckern mit ihren wenigen Türen. «Man muss sich das wie eine U-Bahn vorstellen», sagte ZVV-Direktor Franz Kagerbauer zur NZZ.

Die Idee findet Anklang beim Fahrgastverband Pro Bahn: «Mit solchen Zügen und einem häufigeren Takt könnte man die zunehmenden Kapazitätsprobleme in den Griff kriegen», sagt Urs Schaffer, Präsident der Sektion Zürich, zu 20 Minuten. «Man darf aber bei den wenigen Sitzplätzen die Zonen etwa für Behinderte nicht vergessen.» Eine Knacknuss wird laut ZVV die Finanzierung sein. Das denkt auch Schaffer: «Die dafür nötigen Tariferhöhungen dürften bei vielen Benützern des öffentlichen Verkehrs nicht gut ankommen.»

«Mit solchen Zügen und einem häufigeren Takt könnte man die Kapazitätsprobleme in den Griff kriegen.»

Urs Schaffer, Pro Bahn Zürich.

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