Eintrag ins Anwaltsregister nur noch für «Master»

Aktualisiert

Eintrag ins Anwaltsregister nur noch für «Master»

Der Eintrag ins Anwaltsregister soll künftig nur noch Studenten mit einem Master-Abschluss offen stehen.

Damit will der Bundesrat die Bologna-Reform im Anwaltsgesetz umsetzen, wie das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement mitteilte.

Gemäss der Gesetzesrevision, die der Bundesrat am Mittwoch verabschiedet hat, soll der Eintrag in die kantonalen Anwaltsregister künftig einen Abschluss auf der Master-Stufe voraussetzen, der in der Regel nach viereinhalb Studienjahren erreicht wird. Mit einem Bachelor-Abschluss werden die Studenten zwar zum Anwaltspraktikum zugelassen, aber noch nicht zur Anwaltsprüfung. Offen bleibt der Registereintrag aber auch jenen Bewerbern, die ihr Studium noch nach altem System mit einem Lizentiat abgeschlossen haben.

Die Revision des Anwaltsgesetzes sieht noch weitere Änderungen vor. Neu soll für den Eintrag ins Anwaltsregister auch der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung obligatorisch sein. Und die kantonalen Verwaltungs- und Gerichtsbehörden sollen verpflichtet werden, die Aufsichtsbehörden zu informieren, falls Anwältinnen oder Anwälte die persönlichen Voraussetzungen für die Berufsausübung nicht erfüllen.

(dapd)

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