Romanshorn TG: Einzigartige Mission – 90 Jahre verschollene «Säntis» wird geborgen

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Romanshorn TGVor 90 Jahren versenkt – so spektakulär will man jetzt die «Säntis» bergen

Das Dampfschiff «Säntis» ist seit vielen Jahren auf dem Grund des Bodensees verschollen. Vor einigen Jahren wurde das Wrack entdeckt und soll nun vom Schiffsbergeverein Romanshorn geborgen werden. Es handelt sich um eine einzigartige Mission.

Im Video erfährst du alles rund um die Bergungsmission des Dampfschiffs «Säntis».

Schiffsbergeverein Romanshorn

Darum gehts 

  • Das Dampfschiff «Säntis» wurde vor langer Zeit im Bodensee versenkt. 

  • Vor einigen Jahren wurde es wieder entdeckt.

  • Nun soll es geborgen werden. 

Vor 90 Jahren wurde das Raddampfschiff «Säntis» im Bodensee versenkt. Im Jahr 2013 entdeckte man das Wrack bei Neuvermessungen des Bodensees. Der neu gegründete Schiffsbergeverein Romanshorn hat nun ein Projekt gestartet, um das Schiff zu bergen und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ziel ist es, die «Säntis» als historisches Monument in Romanshorn auszustellen.

Die «Säntis» wurde vor über 130 Jahren in Betrieb gesetzt. Nach 40 Jahren Tätigkeit war das Schiff alt und musste entsorgt werden. Da die Rohstoffe zur Zeit der Weltwirtschaftskrise nur noch wenig Wert waren, suchte man nach einer günstigen Entsorgungsmassnahme. Deshalb wurden damals viele Schiffe versenkt, so auch die «Säntis».

Bergung der «Säntis» als grosse Herausforderung

2013 wurde der Bodensee neu vermessen, dabei entdeckte man das Wrack. Da sich die «Säntis» in 210 Meter Wassertiefe befindet, erweist sich die Bergung als grosse Herausforderung. Nicht nur die Tiefe, sondern auch das Gewicht des Dampfschiffs, erschweren die Bergung. Am Bodensee gibt es keine grossen Bergeschiffe, die für die Hebung eingesetzt werden könnten. Deshalb wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, um verschiedene Bergemethoden zu prüfen. Zwei Techniken erwiesen sich als möglich. 

Einzigartigkeit des Projekts

Das Projekt sei einzigartig – eine solche Bergungsmission sei noch nie durchgeführt worden. 90 Jahre lang war das Schiff versunken auf dem Grund des Bodensees. «Heute, am 21. April, wird der Startknopf für die Mission gedrückt», so Paganini. Die Mission ist sehr speziell. «Es ist das älteste Dampfschiff des Bodensees», dies erklärt Paganini an einer Pressekonferenz vom Freitag. Ausserdem ist das Schiff mit einer Drei-Zylinder-Dampfmaschine ausgestattet. «Davon gibt es heute nur noch wenige», so Paganini. Die Titanic verfügte damals ebenfalls über eine solche Dampfmaschine.

Ob die Bergung ein Erfolg wird oder nicht, kann der Präsident des Bergungsvereins noch nicht sagen. «Das wird sich erst bei der Bergung zeigen», sagt Paganini. In der ersten Phase müsse die Finanzierung geschafft werden. Dafür startet der Verein ein Crowdfunding. Trotzdem ist der Protagonist der Bergungsmission überrascht, dass so ein grosses Interesse bestehe.

Denkst du die Schiffsbergung wird ein Erfolg?

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