Interlaken: Eis-Paradies soll mehr Wintertouristen anlocken
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InterlakenEis-Paradies soll mehr Wintertouristen anlocken

Am Samstag eröffnet mitten in Interlaken ein Eispark der Superlative mit fünf Eisfeldern. Das temporäre Eis-Paradies soll dem Dorf mehr Wintertouristen bescheren.

von
Christoph Albrecht
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In Interlaken entsteht derzeit mitten im Dorfzentrum ein grosser Eispark.

In Interlaken entsteht derzeit mitten im Dorfzentrum ein grosser Eispark.

Webcam (ZVG)
Seit Ende November laufen die Aufbauarbeiten auf der Höhematte auf Hochtouren.

Seit Ende November laufen die Aufbauarbeiten auf der Höhematte auf Hochtouren.

Webcam (ZVG)
Insgesamt 400 Meter lange Eiswege verbinden die fünf verschiedenen Eisfelder miteinander.

Insgesamt 400 Meter lange Eiswege verbinden die fünf verschiedenen Eisfelder miteinander.

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Warme Temperaturen und grüne Landschaften – noch lässt die weisse Pracht in der Region vielerorts auf sich warten. In Interlaken dürfte jedoch schon bald ordentlich Weihnachtsstimmung aufkommen: Im Berner Oberländer Touristendorf eröffnet am Samstag unter dem Namen «Ice Magic» ein schweizweit einzigartiger Eispark, der Interlakens Zentrum in ein winterliches Wunderland verwandeln soll.

In der Schweiz ein Novum

Auf fünf Eisfeldern mit einer Fläche von insgesamt 1500 Quadratmetern werden Einheimische und Touristen bis Ende Februar unter freiem Himmel und umgeben von einer imposanten Bergkulisse herumkurven können. Verbunden sind die verschiedenen Eisflächen mit insgesamt 400 Meter langen Eiswegen. Ein Spezialfeld lädt zudem jeden Nachmittag zum Eisstockschiessen. Für Geniesser gibt es in einem grossen Iglu-Zelt und einer Lounge rund um den Eispark Fondue und Glühwein.

«Wir wollen das beste Schlittschuherlebnis der Alpen bieten», sagt Stefan Otz, Direktor von Interlaken Tourismus. Die Anlage mit den zahlreichen verspielten Eiswegen, welche die Eisfelder miteinander verbinden, sei in der Schweiz ein Novum. «Etwas Vergleichbares gibt es bisher nur in Wien», so Otz. Im vergangenen Februar ist der Touristiker persönlich in die österreichische Hauptstadt gereist, um sich vom «Eistraum» auf dem Rathausplatz ein Bild zu machen – und hat die Idee gleich ins Berner Oberland importiert.

Eispark soll Wintertourismus ankurbeln

«Interlaken soll damit im Winter noch attraktiver werden», sagt Otz. Sein Wunsch kommt nicht von ungefähr: In der kalten Jahreszeit zog es die Touristen in der Vergangenheit nur mässig ins Dorf zwischen dem Thuner und Brienzer See. «In der Wintersaison verzeichnen wir nur 37 Prozent der jährlichen Logiernächte», so Otz. Vom neuen Angebot erhofft er sich einen neuen Touristenmagnet: «Es soll eine Attraktion werden, wo sich Einheimische und Touristen treffen.»

Die Kosten für den Eispark belaufen sich auf 1,5 Millionen Franken. «Mit den Einnahmen durch Eintritte und Sponsoring sollten wir am Ende auf eine schwarze Null kommen», ist Otz zuversichtlich. Für den Schlittschuhplausch bezahlen die Besucher 9 Franken, Kinder bis 12 Jahre schlöflen gar kostenlos. Das Eisstockschiessen kostet 50 Franken pro halbe Stunde. «Wir rechnen mit rund 500 Besuchern pro Tag», so Otz. Bis zu 700 Personen fasst die gesamte Eisfläche auf einmal.

Eröffnung mit Stéphane Lambiel

Bereits vor der Eröffnung ist das Interesse an der neuen Winterattraktion gross. «Das Eisstockschiessfeld ist bereits an einem Drittel der Tage ausgebucht.» Bevor Eiskunstlauf-Star Stéphane Lambiel das neue Eis-Paradies am Samstagabend mit einer pompösen Show eröffnen wird, laufen die letzten Aufbauarbeiten auf der Höhematte derzeit noch auf Hochtouren. «Seit Ende November arbeiten permanent 15 Personen vor Ort», so Otz.

Bereits ist die komplette Eisfläche fertig bespritzt. Damit beim Eislaufen auch die romantische Winter-Athmosphäre garantiert ist, wird die Anlage nun noch weihnächtlich dekoriert und für den heissen Tanz auf dem Eis eine Musikanlage installiert. Dann kann der Schlittschuhspass endlich beginnen – ganz zur Freude von Stefan Otz und ganz Interlaken: «Das ganze Dorf freut sich.»

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