15.09.2020 08:42

GrönlandEisbrocken in der Grösse von Paris bricht von Gletscher ab

Der Klimawandel macht sich in der Arktis immer mehr bemerkbar. So hat der grösste Gletscher ein riesiges Stück Eis verloren.

von
Lena Ogi

Gletscher in Nordost-Grönland: Satelliten-Fotos, die im Abstand von je einem Jahr aufgenommen wurden, zeigen die Folgen der Klimaerwärmung.

In Grönland ist ein riesiges Stück Eis von einem Gletscher abgebrochen. Dies berichtet die französiche Nachrichtenagentur AFP. Demnach ist das Eisstück 113 Quadratkilometer gross und damit grösser als die französische Hauptstadt Paris.

Beim Gletscher handelt es sich um den grössten noch existierenden Gletscher der Arktis, dem Nioghalvfjerdsfjorden-Gletscher im Norden der Insel. Dass Eisstücke im Meer gelegentlich abbrechen ist nicht ungewöhnlich, jedoch ist die Grösse des nun gebrochenen Brockens immens. Normalerweise brechen kleinere Stücke ab.

Schuld am Eisverlust ist der Klimawandel, da sind sich Forscher einig. Nach Angaben der geologischen Forschungsanstalt für Dänemark und Grönland, GEUS, hat der Gletscher seit 1999 schon 160 Quadratkilometer Eis verloren (siehe Video oben). Diese Fläche ist zweimal so gross wie der New Yorker Stadtteil Manhattan. Im Verlauf der letzten Jahre hatte sich der Prozess weiter beschleunigt und der Gletscher verlor mehr und mehr an Eis.

Die Durchschnittstemperaturen nahmen seit 1980 zu und die letzten zwei Sommer waren besonders warm . Eine Abnahme der Durchschnittstemperatur ist nicht in Sicht: Forscher erwarten auch in diesem Jahr Rekordtemperaturen .

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173 Kommentare
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blume

16.09.2020, 18:24

bald grönland grün ... und europa ist eine zubetonierte wüste ..... wir brauchen ein qualitatives wachstum und kein quantitatives (noch mehr wirtschaftliches) ... darum JA zur begrenzungsinitiative

Nanook

16.09.2020, 10:15

Ich war vor 5 Jahren in Grönland. Ein wahres Paradies für Naturfreunde und Leute welche sich eine Auszeit von der überbevölkerten Schweiz nehmen wollen. Die meisten Grönländer freuen sich über die Klimaerwärmung, es ist wärmer, der Sommer dauert länger und endlich können sie Gemüse anpflanzen und Nutztiere halten. Zarten linksgrünen Seelen würde ich aber von Grönland abraten. Vom Seehund über Moschusochse bishin zum Wal landet dort alles auf dem Tisch. Frische vegane und vegetarische Speisen gibt es dort kaum bis gar nicht. Bei Inlandflügen darf man sogar sein Jagdgewehr mit in die Kabine nehmen :) für jeden Freiheitsliebenden Menschen kann ich Grönland wärmstens empfehlen

The Truth

16.09.2020, 03:58

Etwas das schon seit Milliarden von Jahren passiert. Aber politische Propaganda stellt das als negatives Zeichen dar, als Problem. Einfach gelogen die ganze "Klima"diskussion. Fakt ist, der Klimawandel ist absolut normal.