Testspiel: Eisgenossen kantern Frankreich nieder
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TestspielEisgenossen kantern Frankreich nieder

Die Schweizer Hockey-Nati gewinnt vor 2922 Zuschauern in Lausanne auch das dritte WM-Vorbereitungsspiel. Die Schweizer besiegen Frankreich dank einem furiosen Start und starken Powerplay mit 6:1.

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pre

Dreieinhalb Wochen vor dem WM-Eröffnungsspiel in Stockholm gegen Schweden und mitten in einer strengen Trainingswoche präsentierte sich die Auswahl von Sean Simpson mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern. Das erste Gesicht gefiel durchaus gut. Die Schweizer begannen rassig und führten bereits nach neun Minuten und vier Torchancen mit 2:0.

In der Folge zeigten sich die Schweizer aber von einer etwas weniger schönen und vor allem genügsameren Seite. Schon vor dem 3:0 liessen sie markant nach. Und nach dem französischen Anschlussgoal zum 1:3 (36.) gerieten sie während siebeneinhalb Minuten sogar noch kurz ins Schwimmen.

Hollenstein und Bodenmann treffen doppelt

Die Schweizer Tore erzielten Victor Stancescu im Powerplay (1:0), Denis Hollenstein (2:0 und 4:1), Simon Bodenmann (3:0 und 6:1) und Matthias Bieber (5:1). Stancescu, Bodenmann und Bieber hatten bereits letzte Woche bei den Siegen über Russland getroffen. Bieber realisierte sogar in allen drei Testspielen ein Tor.

Hollenstein erzielte seine ersten Länderspieltore seit einem Jahr und dem 5:2-Auswärtssieg in Schweden. Die Formation mit Bodenmann, Luca Cunti und Hollenstein sowie den Backs Patrick von Gunten und Eric Blum kam auf eine Plus-2-Bilanz dem Optimum, weil die Schweizer vier Tore in Überzahl erzielten (aus nur sieben Chancen).

WM-Ernstfall getestet

Gegen Frankreich wollten die Schweizer primär den WM-Ernstfall testen. In Stockholm werden die Schweizer gegen Slowenien, Dänemark, Norwegen und Weissrussland ebenfalls das Spiel machen müssen. Punktverluste sind in diesen Partien verboten. Wegen des ausgezeichneten Starts wurde die Geduld der Schweizer in der Malley-Halle gegen Frankreich noch nicht gefordert. Dabei liefen im französischen Team immerhin zwölf Akteure auf, die letzten Mai beim 4:2-Sieg über die Schweiz an der WM in Helsinki ebenfalls mit dabei gewesen waren. In der Schweizer Mannschaft spielten nur sechs WM-Teilnehmer des letzten Jahres mit.

Am Freitag stehen sich die beiden Teams in Pruntrut nochmals gegenüber. Für das Schweizer Team folgen anschliessend bis zum Auftakt der Weltmeisterschaft noch je zwei Spiele gegen Finnland (a) und Deutschland (h).

Telegramm:

Schweiz - Frankreich 6:1 (2:0, 1:1, 3:0)

Malley, Lausanne. 2922 Zuschauer. SR Koch/Wiegand, Mauron/Tscherrig.

Tore: 5. Stancescu (Bieber, Simek/Ausschluss Clairaeux) 1:0. 10. Denis Hollenstein (Suri) 2:0. 28. Simon Bodenmann (Denis Hollenstein) 3:0. 36. Terrier (Thomas Roussel) 3:1. 44. (44:00) Denis Hollenstein (Bürgler, Patrick von Gunten/Ausschlüsse Claireaux, Guttig) 4:1. 45. (44:18) Bieber (Julien Vauclair, Grossmann/Ausschluss Guttig) 5:1. 47. Simon Bodenmann (Denis Hollenstein, Blum/Ausschluss Manavian) 6:1.

Strafen: 4mal 2 plus 5 (Grossmann) plus 10 Minuten (Julien Vauclair) plus Spieldauer (Grossmann) gegen die Schweiz, 8mal 2 plus 5 Minuten (Meunier) plus Spieldauer (Meunier) gegen Frankreich.

Schweiz: Berra; Helbling, Grossmann; von Gunten, Blum; Dominik Schlumpf, Julien Vauclair; Chiesa, Tim Ramholt; Suri, Morris Trachsler, Monnet; Simon Bodenmann, Cunti, Hollenstein; Rüfenacht, Peter, Bürgler; Stancescu, Bieber, Simek; Sciaroni.

Frankreich: Quemener; Manavian, Amar; Bachet, Hecquefeuille; Moisand, Besch; Morant, Thomas Roussel; Leblond, Meunier, Guttig; Fleury, Da Costa, Sacha Treille; Claireaux, Lamperier, Terrier; Arrossamena, Raux, Ritz.

Bemerkungen: Schweiz ohne Tobias Stephan (Ersatzgoalie), Martin Gerber und Walker (beide überzählig). Schüsse: Schweiz 33 (14-7-12); Frankreich 23 (8-8-7). Powerplay-Ausbeute: Schweiz 4/7; Frankreich 0/3. Pfostenschuss Thomas Roussel (42.). (pre/si)

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