Schweiz - Schweden: Eisgenossen müssen sich geschlagen geben
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Schweiz - SchwedenEisgenossen müssen sich geschlagen geben

Die Schweizer Hockey-Nati liefert sich einen knallharten Zweikampf mit dem schwedischen Weltmeister. Am Ende unterliegt das Team von Sean Simpson unglücklich 0:1.

Die Schweizer verlieren das zweite Spiel im olympischen Eishockey-Turnier. Das Team von Sean Simpson unterliegt Schweden 0:1. Damit stehen die Skandinavier als Gruppensieger und Viertelfinalist fest.

Den entscheidenden Treffer für die Schweden erzielte Daniel Alfredsson in der 53. Minute. Der 41-jährige Routinier profitierte von einem Fehler des Schweizer Goalies Reto Berra, der einen harmlosen Schuss von Erik Karlsson ungenügend abgewehrt hatte. Trotz der Niederlage kann die SIH-Auswahl noch auf die direkte Viertelfinal-Qualifikation hoffen, erreicht doch auch der beste Gruppenzweite die Runde der letzten acht. Dafür brauchen die Schweizer am Samstag gegen Tschechien aber sicher einen Sieg nach 60 Minuten.

Im ersten Drittel dominant

Die Schweizer zeigten gegen Schweden eine starke Leistung. Im ersten Drittel war die SIH-Auswahl gar das deutlich bessere Team. Sie legten los wie die Feuerwehr und erspielten sich Chance um Chance. In der 4. Minute scheiterte Roman Wick alleine vor dem schwedischen Goalie Henrik Lundqvist, in der 8. Minute rettete der Keeper der New York Rangers spektakulär gegen Denis Hollenstein. Das Schussverhältnis nach zehn Minuten lautete 9:2, zur ersten Pause 13:5.

Im zweiten Drittel entwickelte sich die Partie so, wie es eher erwartet worden war. Nun übernahmen die Schweden das Spieldiktat, begünstigt durch zwei Zweiminuten-Strafen gegen die Schweizer, die auch deshalb etwas den Rhythmus verloren. Die SIH-Auswahl stand hinten jedoch sehr kompakt und schirmte Berra, der den Vorzug gegenüber Jonas Hiller erhalten hatte, sehr gut ab. Kamen die Skandinavier doch einmal zu einem vielversprechenden Abschluss, war Berra bis auf den einen Fehler zur Stelle, wie beispielsweise in der 26. Minute, als er spektakulär gegen Patrik Berglund rettete. Zudem scheiterte Daniel Alfredsson am Pfosten (28.).

Von Gunten feierte Premiere

Simpson hatte gegenüber dem 1:0-Sieg gegen Lettland im Startspiel einige Veränderungen vorgenommen. So spielte er diesmal mit acht Verteidigern, sodass Patrick von Gunten erstmals zum Einsatz kam. Vorne zählte er neu auf Defensivcenter Morris Trachsler; Simon Bodenmann und Ryan Gardner mussten auf die Tribüne.

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Schweden - Schweiz 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)

Bolschoi Ice Dome, Sotschi. - 7968 Zuschauer. - SR Leggo/Sindler (USA/Tsch), Devorski/Suominen (Ka/Fi).

Tor: 53. Alfredsson (Karlsson, Berglund) 1:0.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Schweden, 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Schweden: Lundqvist; Hjalmarsson, Oduya; Jonathan Ericsson, Niklas Kronwall; Karlsson, Ekman-Larsson; Tallinder; Eriksson, Bäckström, Daniel Sedin; Steen, Patrik Berglund, Landeskog; Nyquist, Marcus Johansson, Alfredsson; Jimmie Ericsson, Krüger, Hagelin; Silfverberg.

Schweiz: Berra; Seger, Julien Vauclair; Streit, Diaz; Weber, Josi; Blindenbacher, von Gunten; Niederreiter, Martin Plüss, Moser; Ambühl, Trachsler, Bieber; Brunner, Romy, Wick; Suri, Cunti, Hollenstein.

Bemerkungen: Schweiz ohne Gardner, Bodenmann, Stephan (alle überzählig) und Hiller (Ersatztorhüter), Schweden ohne Zetterberg (verletzt). Pfostenschuss Alfredsson (28.). Schweiz ab 59:03 ohne Torhüter. - Schüsse: Schweden 31 (5-17-9); Schweiz 26 (13-7-6). - Powerplay-Ausbeute: Schweden 0/4; Schweiz 0/2. (si)

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