Arosa Challenge: Eisgenossen verlieren gegen Weissrussland
Aktualisiert

Arosa ChallengeEisgenossen verlieren gegen Weissrussland

Das Schweizer Eishockey-Nationalteam verlor am Vierländerturnier in Herisau den Final gegen den nächstjährigen WM- Vorrunden-Gegner Weissrussland mit 3:4.

Die Schweizer hatten gegen die Weissrussen das Nachsehen.

Die Schweizer hatten gegen die Weissrussen das Nachsehen.

Die Entscheidung führte Andrej Michalew vom KHL-Verein und letztjährigen Spengler-Cup-Gewinner Dynamo Minsk herbei. Er reagierte auf einen Abpraller von Patrick von Guntens Brust im Schweizer Slot am schnellsten und liess dem Schweizer Keeper Daniel Manzato 22 Sekunden vor Ablauf des Mitteldrittels keine Abwehrchance.

Die Schweizer standen dem Ausgleich und damit einer fünfminütigen Overtime im Schlussdrittel in ihrem insgesamt fünften Überzahlspiel am nächsten. Von Gunten traf dabei mit einem Slapshot aber nur die Torumrandung (52.). Die überwiegend aus KHL-Akteuren zusammengesetzte Equipe der Weissrussen forderte die Schweizer weit mehr als am Vortag Dänemark beim 3:0-Sieg. Die schnellen und insbesondere auch gradlinig spielenden Osteuropäer stellten die Schweizer Defensivorganisation vor etwelche Probleme. Insgesamt sieben Strafen wurde den Schweizern aufgebrummt.

Monnet mit vier Punkten Schweizer Topskorer

Beim 2:3 hatten sich von Gunten und Matthias Bieber vor dem eigenen Tor etwas gar einfach überspielen lassen. Klotens Verteidiger Eric Blum und Routinier Jörg Reber von den SCl Tiegrs hinterliessen zudem bei den ersten beiden Schweizer Gegentoren einen glücklosen Eindruck. Der frühere Langnauer Blum liess die Torvorlage des NHL-erfahrenen Captains Konstantin Kolzow vom letztjährigen Spengler-Cup-Gewinner Dynamo Minsk über seine Stockschaufel rutschen. Dies nützte Jewgeni Koiwyrschin vom weissrussischen Verein Schachtjor Soligorsk zum Führungstreffer aus. Und beim 2:1 der Weissrussen verdeckte der 36-jährige Reber in Schweizer Unterzahl Goalie Daniel Manzato die Sicht. Ambri-Verteidiger Wladimir Denissow verbuchte dadurch seinen ersten Treffer und den bereits zweiten Skorerpunkt an diesem Vierländerturnier.

Dafür unterstrich in der Offensive Ryan Gardner zwischenzeitlich seine Wichtigkeit für das Schweizer Team; der SCB-Hüne verdeckte beim 3:3-Ausgleich durch Victor Stancescu die Schussbahn für den weissrussischen Keeper Witali Koval. Und ZSC-Stürmer Thibaut Monnet konnte sich nach seinem Doppelpack gegen Dänemark am Samstag noch zwei Assists gutschreiben lassen, wodurch er als bester Schweizer Skorer das Turnier beendete. Allerdinges verhinderte Monnet im Finish mit einer läppischen Strafe wegen Beinstellens noch einen womöglich effizientieren Schweizer Endspurt.

Die Nationalmannschaft testet nun am 8. Februar mit einem Spiel gegen Ausländer der National-League-Teams. Die A-WM steht vom 29. April bis 15. Mai in der Slowakei im Programm.

Schweiz - Weissrussland 3:4 (1:2, 2:2, 0:0)

Sportzentrum, Herisau. - 2250 Zuschauer. - SR Bruggemann/ Mandioni (De/Sz), Arm/Küng (Sz).

Tore: 7. Koiwyrschin (Kolzow) 0:1. 10. Patrik Bärtschi (Domenichelli, Monnet) 1:1. 13. Denissow (Antonow, Stas/Ausschluss von Gunten) 1:2. 21. (20:22) von Gunten (Monnet, Blum/Ausschluss Antonow) 2:2. 25. Stefanowitsch (Ugarow, Denissow) 2:3. 32. Stancescu (Lötscher, Gardner) 3:3. 40. (39:38) Michalew (Kulakow, Drosd) 3:4.

Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Schweiz, 7mal 2 Minuten gegen Weissrussland.

Schweiz: Manzato; Hirschi, Seger; Blum, Von Gunten; Beat Gerber, Philippe Furrer; Back, Reber; Christen, Bieber, Jeannin; Patrik Bärtschi, Monnet, Domenichelli; Stancescu, Gardner, Lötscher; Steiner, Ambühl, Casutt.

Weissrussland: Kowal; Antonow, Denissow; Filischkin, Usenko; Korobow, Glebow; Goroschko, Scheleg; Stefanowitsch, Ugarow, Stas; Koiwyrschin, Kolzow, Michalew; Jefimenko, Kulakow, Drosd; Demkow, Pawlowitsch, Baukin.

Bemerkungen: 250. Länderspiel des Rekord-Internationalen und Captains Mathias Seger (33). - 20. Tor von Weissrussland annulliert (Tor vorher verschoben). Pfosten/Latte: 21./52. von Gunten. - 59:35 Timeout Schweiz, ab 59:24 ohne Torhüter. - Schüsse: Schweiz 33 (9-9- 15); Weissrussland 20 (7-7-6). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/5; Weissrussland 1/6.

(si)

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