Aktualisiert 13.02.2009 14:11

Eishockey-WMEishockey-WM hofft auf ZSC Lions

Noch hält sich die Euphorie für die Eishockey-WM 2009 in Bern und Kloten in Grenzen. Die Vorbereitungen laufen zwar nach Plan, doch der Ticketverkauf könnte noch etwas besser sein.

von
Thomas Pressmann

In 83 Tagen steht die Schweiz mitten im Eishockey-Fieber. Das hoffen zumindest die Organisatoren der Eishockey-WM, die in Bern und Kloten durchgeführt wird (24. April bis 10. Mai). Doch noch ist das Thema nicht allgegenwärtig. «Dass im Frühling bei uns eine Eishockey-WM stattfindet, haben viele leider noch nicht bemerkt», sagt OK-Chef Gian Gilli. Die Aufmerksamkeit der durch die letztjährige Fussball-EM verwöhnten Bevölkerung zu erhaschen sei eine Herausforderung. Folglich sind die Tickets sind noch lange nicht alle über den Tisch: Nach Angaben der Organisatoren sind bisher 175 000 Tickets verkauft worden. Damit liegt man zwar im Fahrplan - doch reicht die Zahl noch nicht, um die gesamte WM zu finanzieren.

Kein Geld aus der Werbung

Im Gegensatz zu vielen anderen Sportveranstaltungen kann das OK der Eishockey-WM nicht auf Gelder von Werbeeinnahmen und dem Verkauf von Fernsehrechten zählen. Diese fliessen der Sportvermarktungsfirma Infront zu, an die der internationale Eishockeyverband die TV-Rechte verkauft hat. Der Schweizerische Verband als Organisator der WM muss den Anlass zu 90 Prozent aus den Ticketverkäufen bezahlen.

Damit dies gelingt, müssen 300 000 Tickets verkauft werden. Also knapp doppelt so viele wie bisher unter die Leute gingen. Organisator Gilli zeigt sich zuversichtlich und hofft auf den 1. Februar, denn dann startet der Verkauf von Einzeltickets (siehe Box rechts). «Wir brauchen noch einen Schub bei den Ticketverkäufen», sagt Gilli. Dieser darf auch erwartet werden, da bis anhin nur Tages- oder sogennante Rundenkarten erhältlich waren.

Ticketverkäufe wichtig – sonst platzt die WM-Party

Mit dem Verkauf der Tickets steht und fällt nicht nur die WM an sich, sondern vor allem auch das geplante Rahmenprogramm. Werden zu wenige Eintrittskarten verkauft, wird nichts aus der geplanten Rollerdisco, dem Kinderparadies und dem Partyzelt in Bern. Und auch in Kloten würde es bei dem Gratisangebot Abstriche geben. Aufgrund der ungewissen finanziellen Lage arbeiten die Organisatoren mit einer «rollenden Planung». So steht drei Monate vor der WM noch nicht fest, wie genau das Rahmenprogramm aussehen wird. Dies wird sich in den kommenden Wochen abzeichnen.

Einfluss der Wirtschaftskrise

Die Finanzkrise verschont - wie viele andere - auch die Eishockey-WM nicht. So sind die Unternehmen gemäss den Organisatoren zurzeit sehr zurückhaltend, was das Mieten von speziellen VIP-Lounges angeht. «Im letzten August hatten wir unzählige Nachfragen», sagt Gilli. «Nun verzichten viele oder wollen sich noch nicht definitiv für einen Firmenanlass an der WM entscheiden». Glücklich ist er aber über die jüngsten Erfolge der «Eishockey-Könige Europas». Gilli: «Die ZSC Lions machen beste Werbung für die WM und das Hockeyland Schweiz!»

Einzeltickets ab Sonntag im Verkauf

Vizeweltmeister Kanada gegen die Slowakei, die Nummer 8 der Welt. Oder Finnland (4) gegen Tschechien (5) – dies nur zwei Vorrundenspiele in der WM-Arena in Zürich-Kloten, die absolutes Weltklasse-Eishockey versprechen.

Nun können die Fans ganz gezielt sportliche Rosinen wie diese heraus picken. Denn ab diesen Sonntag, 1. Februar, sind für alle 56 WM-Spiele Einzeltickets verfügbar.

www.iihfworlds2009.com und über die 1400 Verkaufsstellen des exklusiven Vertriebspartners Ticketcorner buchbar. Es lohnt sich, immer wieder mal auf diese Websites zu schauen, denn es geraten laufend neue Tickets in den Verkauf.

(pd)

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