Aktualisiert 09.08.2011 19:36

Mark Streit«Eishockeyspielen ist wie Velofahren»

Die gesamte letzte NHL-Saison musste Mark Streit wegen einer Schulterverletzung sausen lassen. Die Schulter hält nun wieder – und Streit brennt auf sein Comeback.

von
Marcel Allemann
NHL-Star Mark Streit (mitte). (Keystone)

NHL-Star Mark Streit (mitte). (Keystone)

«Es war eine sehr schwere Zeit», sagt der Star-Verteidiger der New York Islanders. In der Vorbereitung zur letzten Saison hatte er sich im Training verletzt und verpasste ­danach die komplette Spielzeit 2010/2011. Doch Streit gewann dieser Leidenszeit auch gute Aspekte ab: «Es hat mir wieder einmal ­gezeigt, wie gerne ich meinen ­Beruf habe. Andere befassen sich mit 33 vielleicht allmählich mit dem Rücktritt, mir ist während meiner Absenz wieder einmal so richtig bewusst geworden, dass Eishockey spielen genau das ist, was ich in den nächsten Jahren tun möchte.»

Seit April 2010 hat Streit keinen Ernstkampf mehr bestritten, als Handicap betrachtet er das hinsichtlich seines bevorstehenden NHL-Comebacks nicht: «Es kann schon sein, dass ich in den ersten paar Partien noch ein wenig rostig sein werde. Doch grundsätzlich glaube ich nicht, dass meine Pause ein Problem sein könnte – ich verfüge über genügend Routine und Erfahrung, um eine gute ­Saison spielen zu können.» Denn schliesslich sagt sich Streit: «Eishockeyspielen ist wie Velofahren – wenn man es einmal kann, verlernt man es nicht wieder.»

Letzte Woche hat Streit nach einem beschwerdefreien Sommertraining (mit seinem ­Personal Coach) das Eistraining aufgenommen. Abwechslungsweise geniesst er dabei nun beim SC Bern und den ZSC Lions Gastrecht. Beim SCB hatte sich zuletzt fast schon ein kleines Schweizer NHL-Team dem Trainingsbetrieb angeschlossen: Neben Streit waren auch Jonas Hiller (Anaheim), Yannick Weber (Mont­real) und Roman Josi (Nashville) da. «Oft haben wir zu viert im Kraft­raum trainiert», erzählt Streit und sagt begeistert: «Das macht es ein­facher, man spornt sich gegenseitig an, jeder hilft dem an­deren – wir haben ein tolles Verhältnis untereinander.»

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