Ex-Nationalrat vor Gericht: Eisiger Januar für Bruno Zuppiger
Aktualisiert

Ex-Nationalrat vor GerichtEisiger Januar für Bruno Zuppiger

Das Zürcher Bezirksgericht hat den Termin bekanntgegeben, an dem sich der zurückgetretene SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger wegen Veruntreuung verantworten muss.

Ende einer Politkarriere: Nach Bekanntwerden der Erbschaftsaffäre musste Bruno Zuppiger kurz vor der Bundesratswahl seine Kandidatur zurückziehen.

Ende einer Politkarriere: Nach Bekanntwerden der Erbschaftsaffäre musste Bruno Zuppiger kurz vor der Bundesratswahl seine Kandidatur zurückziehen.

Am 16. Januar um 14 Uhr muss der zurückgetretene SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger wegen Veruntreuung vor dem Zürcher Bezirksgericht antraben.

Weil der Prozess im abgekürzten Verfahren durchgeführt wird, dürfte die Verhandlung nicht länger als rund drei Stunden dauern. Eine Gerichts-Mitarbeiterin bestätigte am Mittwoch eine entsprechende Meldung des «Regionaljournal Zürich/Schaffhausen» von DRS1.

Zuppiger und ein ehemaliger Mitarbeiter der Beratungsfirma Zuppiger & Partner AG haben gemäss Anklage zugegeben, in einer Erbschaftssache rund 240 000 Franken veruntreut zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert für beide Angeklagte eine bedingte Freiheitsstrafe von je 13 Monaten.

Die Ungereimtheiten wurden im Dezember 2011 in der «Weltwoche» publik gemacht, worauf die Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung gegen Zuppiger und seinen Mitarbeiter einleitete. Für den Hinwiler SVP-Politiker hatte dies weitreichende Konsequenzen.

Das Ende der Politkarriere

Nach Bekanntwerden der Erbschaftsaffäre musste er kurz vor der Bundesratswahl seine Kandidatur zurückziehen. Später verlor er auch den Posten als Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes und die Unterstützung der Zürcher SVP.

Am 10. September dieses Jahres zog Zuppiger den endgültigen Schlussstrich unter seine Politkarriere. Am ersten Tag der Herbstsession erklärte er nach fast 13 Jahren den sofortigen Rücktritt aus dem Nationalrat. (sda)

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