Aktualisiert 16.02.2004 17:51

Eisiges Ja-Wort und coole Hochzeitsnacht

Zwei Norweger haben ihre Hochzeitsnacht bei klirrender Kälte auf einem Bett aus Eis verbracht. Zuvor hatte das Paar sich am Wochenende bei acht Grad minus in einer Eiskapelle trauen lassen.

Wie die Osloer Zeitung «Aftenposten» am Montag berichtete, hatte der Hotelier Tor Kjetil Wislff eigenhändig und unter strenger Geheimhaltung eine Kapelle aus Eisblöcken gebaut, ehe er seiner Freundin Tove Karlsen den Bund fürs Leben vorschlug.

Bei der Trauung in Sorrisniva am nordnorwegischen Fluss Alta habe Pfarrer Jan Hansen die Predigt vor 120 vermummten Hochzeitsgästen doch deutlich kürzer gehalten als üblich, hiess es in dem Bericht.

Er forderte den Bräutigam und die in einem schneeweissen Pelz erschienene Braut auf, einander vor allem Wärme zu geben. Trauzeuge Morten Torp erklärte, er sei zum ersten Mal bei einer so ernsten kirchlichen Zeremonie nicht ins Schwitzen geraten.

Nach dem Fest in dem von Wislff betriebenen «Alta Igloo Hotel» aus Eis zogen sich die frisch Vermählten in die Brautsuite zur Hochzeitsnacht auf und unter Rentierfellen zurück.

Nach der Schneeschmelze im Frühjahr wird vom Ort des Geschehens nichts mehr übrig sein. Bis dahin sollen noch andere Paare in der vom zuständigen Landesbischof geweihten Kapelle getraut werden, vorausgesetzt sie finden eine Hochzeit im Eis «cool».

(sda)

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