Aktualisiert 19.11.2007 09:41

Eiskalter Start in die Skisaison

Die Schweizer Wintersportorte haben am Wochenende einen frühen Saisonstart nach Mass erlebt. Das strahlende Wetter und die weissen Pisten lockten Tausende in die Berge - und in warme Kleider: Die Temperaturen fielen auf bis zu -20 Grad.

Die starken Schneefälle hatten in fast allen Teilen der Schweiz einen vorgezogenen Saisonstart ermöglicht. «Unsere Erwartungen wurden übertroffen,» sagte der Geschäftsführer der Bergbahnen Engadin/St. Moritz, Dieter Bogner, auf Anfrage. «Dass wir den Saisonstart um zwei Wochen vorgezogen haben, hat sich auf jeden Fall gelohnt,» sagte er weiter. Dieser Entscheid ist gemäss Bogner vergangenen Dienstag nach dem Wintereinbruch gefallen. Somit wurde ein Teil des Skigebiets innert drei Tagen präpariert.

Viele Wintersportler waren auch auf den Pisten bei Zermatt zu finden. «Es lief super», sagte eine Sprecherin der Zermatter Bergbahnen. Allein am Samstag wurden rund 2000 Personen - Wanderer sowie Wintersportlerinnen und -sportler - gezählt.

Sehr gut angelaufen ist die Saison auch in der Jungfrauregion im Berner Oberland. «Das ist sicherlich einer der besten Saisonstarts», sagte Kathrin Nägeli, Sprecherin der Jungfraubahnen. Genaue Besucherzahlen gab das börsenkotierte Unternehmen wie üblich nicht an.

Rega hatte viel zu tun

Einen Wermutstropfen gab es allerdings. So steckten nach einer Panne der Sesselbahn Oberjoch im Skigebiet Grindelwald-First rund 150 Menschen auf einem Sessellift fest (20minuten.ch berichtete).

Neben der Evakuierung flog die Rega auch zahlreiche Einsätze wegen Unfällen. Insgesamt wurde sie zu 13 Einsätzen mit verletzten Ski- und Snowboardfahren gerufen.

Eiskalte Schweiz

Ein Blick aufs Thermometer machte klar: Die Schweiz erlebte ein sonniges, aber bitter kaltes Wochenende. In Zürich und Bern zeigte das Thermometer am Sonntag 0 Grad an. Etwas wärmer war es in Basel mit fast 4 Grad und in Genf mit 1 Grad. In der Nacht war es in Bern noch -9 Grad und in Zürich -6 Grad kalt.

Eisige Kälte herrschte in der Nacht in den hohen Alpentälern: Dort waren die Temperaturen am tiefsten. So sank das Thermometer am Ofenpass in der Nacht auf Sonntag auf minus 22,3 Grad, in Samedan war es minus 21,4 Grad kalt und in Ulrichen im Goms minus 20,8 Grad. In Visp wurden minus 14,8 Grad gemessen. Knapp unter Null lagen die Thermometer auch am Samstag in Bern und Tänikon. Am Sonntag war es nur wenig wärmer.

Mässige, aber steigende Lawinengefahr

Wie das Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) schreibt, ist der Schneedeckenaufbau günstig. Gleitschneelawinen stellten momentan vielerorts die Hauptgefahr dar und könnten zu jeder Tages- und Nachtzeit spontan abgleiten. Am Alpennordhang, im Wallis, im nördlichen Tessin sowie in Nord- und Mittelbünden und im Engadin ist die Lawinengefahr mässig. Frische Triebschneeansammlungen sollten aber vorsichtig beurteilt werden. Gering ist die Lawinengefahr im mittleren Tessin und in den Bündner Südtälern.

(SDA/AP)

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