Anzüglicher Name? : Eistee darf in der Schweiz nicht «Fuzetea» heissen
Aktualisiert

Anzüglicher Name? Eistee darf in der Schweiz nicht «Fuzetea» heissen

Coca-Cola lanciert mit «Fuzetea» einen neuen Eistee. Doch in letzter Minute musste der Konzern den Namen ändern, weil er auf Mundart missverstanden würde.

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pam
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In 27 Ländern wird der neue Eistee aus dem Hause Coca als «Fuzetea» vermarktet.

In 27 Ländern wird der neue Eistee aus dem Hause Coca als «Fuzetea» vermarktet.

ZVG
In der Schweiz musste Coca Cola einen anderen Namen wählen. Wird «Fuzetea» nämlich auf Schweizerdeutsch ausgesprochen, könnte auf Mundart auch der weibliche Unterleib gemeint sein. «Wir müssen das ‹z› in der Schweiz mit einem ‹s› ersetzen», sagt der Marketingleiter Tee.

In der Schweiz musste Coca Cola einen anderen Namen wählen. Wird «Fuzetea» nämlich auf Schweizerdeutsch ausgesprochen, könnte auf Mundart auch der weibliche Unterleib gemeint sein. «Wir müssen das ‹z› in der Schweiz mit einem ‹s› ersetzen», sagt der Marketingleiter Tee.

Coca Cola Schweiz
Der Namenswechsel auf Plakaten und Online-Werbungen hat seinen Preis. Coca Cola muss dafür eine Million Franken aufwenden.

Der Namenswechsel auf Plakaten und Online-Werbungen hat seinen Preis. Coca Cola muss dafür eine Million Franken aufwenden.

Keystone/Steffen Schmidt

Mit einer grossangelegten Marketing-Kampagne wollte Coca-Cola Schweiz seinen neuen Eistee «Fuzetea» diesen Frühling auf den Markt bringen. Der Konzern hat dazu Plakatwände und Online-Einspielungen gebucht. Doch beinahe wäre es zu einem marketingtechnischen Super-GAU gekommen, schreibt die «Handelszeitung».

In den Vorbereitungen der Kampagne wurde Coca-Cola klar, dass der Name «Fuzetea», unter dem das Produkt in 27 Ländern vermarktet wird, in der Schweiz missverstanden werden könnte. Wird «Fuzetea» nämlich auf Schweizerdeutsch ausgesprochen, könnte auf Mundart auch der weibliche Unterleib gemeint sein.

«Fuzetea» auf Mundart könnte missverstanden werden

«Wir wollten nicht, dass unserer Marke falsche Bedeutung zukommt, und haben den Namen darum schon früh im letzten Jahr mit Fokusgruppen abgecheckt», sagt Christoph Reitmeir, Marketingleiter Tee bei Coca-Cola. Bei den Befragungen sei klar geworden: «Wir müssen das  ‹z› in der Schweiz mit einem ‹s› ersetzen.» Nun soll also der Eistee aus dem Hause Coca-Cola unter dem Namen «Fusetea» den Markt erobern.

Der Namenswechsel auf Plakaten und Online-Werbungen hatte seinen Preis. Um Spott und Häme abzuwenden, die mit der verunglückten Namenswahl über die Marke hätte hereinbrechen können, wendete Coca-Cola über eine Million Franken auf. «Wir haben für das Schweizer Re-Naming einen grossen Mehraufwand betrieben, etwa bei Verpackung und Nachbearbeitung von Plakaten und TV-Spots. Aber das ist es uns wert», sagt Reitmeir.

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