Überlebender des Seilbahnunglücks – Eitan (6) ist zurück in Italien
Aktualisiert

Überlebender des SeilbahnunglücksEitan (6) ist zurück in Italien

Der sechsjährige Eitan ist der einzige Überlebende des Seilbahnunglücks vom Lago Maggiore. Ein Gericht hat entschieden, dass er zurück nach Italien gebracht werden muss. Am Freitag ist er dort angekommen.

1 / 2
Der sechsjährige Eitan ist nach richterlichem Entscheid wieder bei seiner Tante in Italien.

Der sechsjährige Eitan ist nach richterlichem Entscheid wieder bei seiner Tante in Italien.

Facebook
Der Bub ist der einzige Überlebende des tödlichen Seilbahnunglücks vom Lago Maggiore, das sich im Mai ereignete. 

Der Bub ist der einzige Überlebende des tödlichen Seilbahnunglücks vom Lago Maggiore, das sich im Mai ereignete.

Twitter/@cnsas_official

Darum gehts

  • Der sechsjährige Eitan ist der einzige Überlebende des tödlichen Seilbahnunglücks vom Lago Maggiore.

  • Um ihn entbrannte ein Sorgerechtsstreit.

  • Eitans Grossvater hatte ihn mit einem Privatflugzeug nach Israel geholt.

  • Das höchste Gericht in Jerusalem entschied nun, der Bub solle zurück nach Italien.

  • Juristisch ausgestanden ist der Streit damit immer noch nicht.

Nach der Entscheidung eines israelischen Gerichts ist Eitan, der einzige Überlebende des tödlichen Seilbahnunglücks vom Lago Maggiore, wieder nach Italien zurückgekehrt. Die Maschine aus Tel Aviv mit dem Bub und seiner Tante väterlicherseits, Aya Biran-Nirko, an Bord, landete am Freitag kurz nach 22 Uhr in Bergamo, wie mehrere italienische Medien berichteten.

Der Sechsjährige hatte am 23. Mai bei dem Absturz einer Gondel am Monte Mottarone mit 14 Toten seine Eltern, Urgrosseltern und einen kleinen Bruder verloren. Später kam er bei seiner Tante in der italienischen Stadt Pavia unter.

Um den Bub entbrannte danach ein Sorgerechtsstreit zwischen der Tante und der Verwandtschaft in Israel. Eitans Grossvater hatte ihn mit einem Komplizen am 11. September entgegen einer richterlichen Anordnung über die Schweiz mit einem Privatflugzeug nach Israel zurückgebracht. Das höchste Gericht in Jerusalem entschied am Montag, dass Eitan zurück nach Italien soll und bestätigte damit die Entscheidungen aus den Vorinstanzen. Im Urteil berief sich die Justiz auf die Haager Kindesentführungsübereinkommen. Der Grossvater habe das Kind entführt und wollte es in Israel behalten.

Es kommt zu einer weiteren Anhörung

Juristisch ausgestanden ist der Streit noch nicht: Am Vormundschaftsgericht in Mailand wird für den 9. Dezember eine weitere Anhörung erwartet. Damit will die Familie in Israel der Tante das Sorgerecht entziehen.

Zudem hatte die zuständige Staatsanwaltschaft in Pavia gegen den Grossvater und seinen mutmasslichen Komplizen einen internationalen Haftbefehl ausgestellt. Der Komplize wurde auf Zypern festgenommen und laut Medienberichten verhört.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

(DPA/bre)

Deine Meinung