Spam: Ekaterina will alle Schweizer heiraten

Aktualisiert

SpamEkaterina will alle Schweizer heiraten

Eine «Russin» wirbt derzeit sehr intensiv um die Herzen der Schweizer. Laut IT-Experten werden die Tricks der Spam-Betrüger immer perfider.

von
Désirée Pomper

«Ich will die ernsten Beziehungen schaffen und ich traume uber die Familie!»: Fast im Minutentakt landeten gestern Nachrichten von «Ekaterina aus Russland» im Maileingang von Schweizern. Einsame Männer sollten sich doch bitte per E-Mail bei ihr melden.

Pascal Lamia von der Melde- und Analysestelle Informationssicherung Melani ist Ekaterina bestens bekannt: «Spätestens nach zwei, drei E-Mails möchte sie ihre neue Bekanntschaft gerne kennenlernen. Doch für das Flugticket fehlt ihr das Geld.» Hunderte Männer dürften auf die Tricks der Betrüger aus Osteuropa hereinfallen und würden der geheimnisvollen Unbekannten dann locker mal 1000 Franken übermitteln. Laut Lamia gehen die Betrüger immer raffinierter vor: «Die Spams kommen in besserem Deutsch daher. Ausserdem werden sie personalisiert.» So würden im Namen von Facebook-Freunden oder Auktionsplattformen wie Ebay oder Ricardo E-Mails verschickt. Lamia: «Für Privatpersonen wird es zunehmend schwieriger, Spams überhaupt zu erkennen.»

«Am besten schützt man sich vor Spamattacken, indem man E-Mail-Konten benutzt, die Spam recht zuverlässig herausfiltern», sagt IT-Security-Experte Thomas Dübendorfer. Dazu gehörten Webmaildienste wie Gmail, Hotmail oder Yahoo.

Ansonsten gelte es nach wie vor, «einfach den gesunden Menschenverstand» walten zu lassen, besonders, bevor man Dateianhänge öffne.

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