Ekel-Alarm in Basler Beizen
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Ekel-Alarm in Basler Beizen

Nicht alle Beizer haben die Hygiene im Griff: Das Kantonslabor Basel-Stadt hat 2007 in Restaurants 30 Prozent der Fleisch-Proben beanstandet.

Die Proben diverser Speisen wurden zwischen Dezember 2006 und November 2007 in - je nach Kategorie - 29 bis 66 Basler Restaurants erhoben und innert 24 Stunden analysiert. Der diesjährige Streifzug durch die Gastronomie ergab ähnliche gruselige Beanstandungsquoten wie im Vorjahr.

Wärme heikel

Beim Fleisch waren 30 Prozent der 113 Proben nicht in Ordnung. 37 Prozent der 60 Beizen schafften die amtliche Hygienehürde nicht. Mit Vorgekochtem haben noch mehr Beizer Mühe: Bei den Teigwaren lag die Beanstandungsquote bei 44 Prozent der Proben, respektive 59 Prozent der Betriebe. Beim Reis waren 34 Prozent der Proben in 41 Prozent der Beizen nicht in Ordnung. Und vorgekochtes Gemüse war zu 32 Prozent und aus 56 Prozent der Restaurants nicht einwandfrei.

Nur wenig besser ist die Quote bei vorgekochten Suppen und Saucen: Da waren im letzten Jahr 23 Prozent der Proben aus 30 Prozent der besuchten Beizen zu beanstanden.

Hände waschen!

«Mehrheitlich gut» ist für das Kantonslabor die mikrobiologische Qualität von kühl Gelagertem: Salate und andere Kaltspeisen waren zu 16 Prozent nicht sauber genug, was 28 Prozent der Betriebe betraf. Bei Süssgerichten, Desserts und Patisserie waren es 11 Prozent der Proben aus 13 Prozent der Betriebe.

Das Kantonslabor spricht teils von einer «relativ hohen Beanstandungsquote». Dennoch seien Konsumierende «keiner direkten gesundheitlichen Beeinträchtigung ausgesetzt». Die Produkte seien aber im Wert vermindert. Das weise auf betriebliche Defizite hin; die reicht von Lagerung über Zubereitung bis zur Personal-Hygiene. (sda)

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