Ekzem statt Feriensouvenir: Gefährliche Henna-Tattoos
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Ekzem statt Feriensouvenir: Gefährliche Henna-Tattoos

Henna-Tattoos liegen bei Teenagern im Trend. Doch nicht selten können die Hautverzierungen üble Allergien hervorrufen. Jetzt schlagen Ärzte Alarm.

«Wir behandeln in letzter Zeit auffallend mehr Patienten mit Ekzemen von Henna-Tattoos», sagt Peter Schmid, Leiter der Allergiestation des Unispitals Zürich. Insbesondere in den arabischen Ferienländern würden die Tattoos als harmlose Kurzzeit-Bemalungen feilgeboten. Dem Henna werde jedoch häufig der billige Farbstoff Paraphenylendiamin beigemischt, um das natürliche Rostrot schwarz einzufärben. «Dieser Farbstoff kann bei Allergikern schlimme Ekzeme hervorrufen», sagt Schmid. Die Folgen sind Juckreiz, Rötungen, Schwellungen oder Blasen.

Bei empfindlichen Hauttypen kann sich die Allergie über den ganzen Körper ausbreiten. In krassen Fällen hilft oft nur noch der Laser oder das Skalpell: «Verheilt das Ekzem mit einer Salbe nicht, muss das Tattoo vom Körper entfernt werden», sagt Schmid. Meistens bleibe eine hässliche Narbe zurück.

Wer in seinen nächsten Ferien trotzdem nicht auf eine Hautverzierung verzichten will, kann sich bei einem Dermatologen auf die Verträglichkeit testen lassen. Doch Schmid warnt: «Auch ein Test schliesst nicht völlig aus, dass ein solches Tattoo in Zukunft doch Allergien auslösen kann.»

Romina Lenzlinger

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