Aktualisiert 11.11.2004 08:07

El-Aksa-Brigaden rufen zu Gewalt auf

Die radikalen El-Aksa-Brigaden haben Israel für den Tod des palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat verantwortlich gemacht.

Sie riefen zu Angriffen auf das Land auf.

Die Brigaden machten «den zionistischen Feind und die Regierung» von Ariel Scharon verantwortlich für das «Attentat» auf Arafat. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung einer der Fatah-Bewegung von Arafat nahe stehenden bewaffneten Gruppe hervor.

Israel habe den Palästinenserpräsidenten drei Jahre lang in seinem Amtssitz in Ramallah belagert, hiess es in der Erklärung weiter. Die Gruppe rufe alle ihre Aktivisten auf, in Alarmbereitschaft zu sein und «gegen die Positionen des Besatzers loszuschlagen, wo immer er sich befindet».

Aus Angst vor Anschlägen riegelte die israelische Armee das Westjordanland vollständig ab, wie das israelische Militärradio am Donnerstagmorgen berichtete. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis dürfen damit nicht mehr nach Israel einreisen.

Der Gazastreifen wurde nicht weiter abgeriegelt, da das Gebiet ohnehin ständig isoliert ist. Arafat war am frühen Donnerstagmorgen in einem Spital in Paris gestorben.

(sda)

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