El Kaida dementiert Giftanschlags-Pläne
Aktualisiert

El Kaida dementiert Giftanschlags-Pläne

Die Extremisten-Gruppe El Kaida bestreitet Anschläge mit giftigen Chemikalien in Jordanien geplant zu haben.

Auf einem Tonband, das von El-Kaida-Mitglied Abu Musab el Sarkawi stammen soll und das der arabische Fernsehsender El Arabija am Freitag ausstrahlte, hiess es, die Gruppe habe geplant, den jordanischen Geheimdienst anzugreifen.

Die Behörden des Landes lögen und erzwängen falsche Geständnisse durch Folter, hiess es weiter. Das jordanische Staatsfernsehen hatte am Montag Bekenntnisse inhaftierter Moslem-Extremisten ausgestrahlt, die Giftgas- und Sprengstoffanschläge mit Tausenden Opfern geplant haben sollen.

Die Gefangenen sagten, sie hätten von El Sarkawi Anweisungen erhalten, Anschläge auf Ziele wie die US-Botschaft und den Sitz des jordanischen Geheimdienstes zu verüben.

El Sarkawi soll zur El Kaida des Moslem-Extremisten Osama bin Laden gehören. Dem jordanischen Fernsehen zufolge hätten bei den Anschlägen bis zu 80 000 Menschen innerhalb eines Radius' von zwei Kilometern durch giftige Dämpfe getötet werden können.

Die USA haben auf den Jordanier ein Kopfgeld von 10 Millionen Dollar ausgesetzt, weil sie ihn für den Drahtzieher der zahlreichen Anschläge in Irak halten.

Nach Einschätzung der US-Regierung will El Sarkawi in Irak einen Bürgerkrieg anzetteln. Er war Anfang April in seinem Heimatland in Abwesenheit wegen der Ermordung eines US-Diplomaten zum Tode verurteilt worden.

(sda)

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