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ChileEl Niño verwandelt Wüste in ein Blumenmeer

Die Atacama-Wüste im Norden Chiles hat sich in ein Blumenmeer verwandelt. Das passierte seit 18 Jahren nicht mehr.

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Die Atacama-Wüste im Norden Chiles ist eine der trockensten Landschaften der Erde. An vielen Orten wurde jahrzehntelang kein Regen mehr registriert. Doch in den letzten Tagen hat sich die Wüste in ein Blumenmeer verwandelt. Das Phänomen erscheint zwar alle fünf bis sieben Jahre, doch so ausgeprägt wie jetzt war das Blumenwachstum seit 18 Jahren nicht mehr.

«Es ist ein Wunder. Seit vielen Jahren habe ich so etwas nicht mehr gesehen», sagt ein älterer Bewohner der Stadt Vallenar der Nachrichtenagentur Reuters.

Die perfekte Kombination: Viel Regen, wenig Kälte

Der Grund liege in den heftigen Regenfällen, die das Wetterphänomen El Niño mit sich brachte, erklärt Carina Martínez vom chilenischen landwirtschaftlichen Forschungsinstitut Inia gegenüber dem Sender BBC. Der Regen habe mehr als 200 Pflanzenarten zum Leben erweckt. «Erstaunlich ist vor allem, dass die Samen jahrelang die Trockenheit im Boden überdauert haben», so Martínez. Zum seltenen Naturereignis habe aber auch beigetragen, dass es in den Wintermonaten in diesem Jahr nicht so kalt gewesen sei.

Die Blütenpracht erstreckt sich in der gesamten Küstenregion Atacamas und dauert normalerweise von Ende September bis Anfang November.

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