El Sadr will «bis zum Märtyrertod kämpfen»
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El Sadr will «bis zum Märtyrertod kämpfen»

Der radikale Schiiten-Prediger Muktada el Sadr will Nadschaf auch nach der jüngsten US-Offensive nicht verlassen. Sein Sprecher Ahmed el Schibani sagte: «El Sadr bleibt in Nadschaf. Er steht inmitten seiner Soldaten und wird bis zum Märtyrertod kämpfen».

Der irakischen Übergangsregierung warf er vor, sie habe «in Übereinstimmung mit der amerikanischen Besatzung» alle Türen für einen Dialog und eine friedliche Lösung zugeschlagen.

In der 50 Kilometer westlich der Hauptstadt Bagdad gelegenen Stadt Falludscha griff die US-Luftwaffe am Freitag Flugabwehrstellungen an. Die Flugzeuge hätten drei Raketen auf ein Industriegebiet abgefeuert, hiess es.

Berichte über Tote oder Verletzte gab es zunächst nicht. Bei einem ähnlichen Angriff in der Nacht waren den Angaben eines Spital- Sprechers fünf Menschen getötet und sechs verletzt worden.

Die westlich von Bagdad gelegene Stadt gilt als sunnitische Rebellen-Hochburg und als eines der Zentren des Widerstandes gegen die US-Truppen im Irak.

Im Nordirak wurde am Freitagmorgen eine Ölpipeline durch eine Explosion beschädigt. Wie die Feuerwehr der Ölgesellschaft Nord (NOC) mitteilte, wurde dadurch die lokale Verteilung des Öls behindert.

Über den Nordirak wird Öl zum Terminal Ceyhan in der Türkei gepumpt. Der Export über diese Route war in diesem Monat nach einer Unterbrechung wieder aufgenommen worden.

(sda)

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