Aktualisiert 10.02.2004 10:12

El-Tawhid-Terrorprozess wird fortgesetzt

In Deutschland hat ein weiterer Prozess gegen mutmassliche Mitglieder der El-Kaida-nahen Terrorgruppe El Tawhid begonnen. Sie sollen Anschläge gegen Juden in Deutschland geplant haben.

Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf sind jetzt zwei Jordanier und ein Palästinenser angeklagt, ein Ein Gruppenmitglied wurde bereits verurteilt. Ein mitangeklagter Algerier soll die Terrorzelle unterstützt haben. Der Prozess findet in einem Hochsicherheitstrakt des Gerichts statt.

In einem ersten Prozess wurde ein El-Tawhid-Mitglied im November bereits wegen Planung von Anschlägen gegen Juden zu vier Jahren Haft verurteilt. Der Palästinenser hatte ein umfassendes Geständnis abgelegt und die jetzt angeklagten Männer schwer belastet.

Die Verdächtigen waren im April 2002 nach intensiven Ermittlungen des deutschen Bundeskriminalamts festgenommen worden. Die Polizei wurde durch abgehörte Telefonate auf die Gruppe aufmerksam.

Nach den Anschlägen am 11. September 2001 hatte der weltweit gesuchte El-Tawhid-Chef Abu Mussab Sarkawi darauf gedrungen, auch Anschläge in Deutschland zu verüben. Entsprechende Telefonate wurden abgehört. Nachdem sich die Hinweise auf unmittelbar bevorstehende Gewalttaten in Deutschland verdichteten, schlug die Polizei zu.

(sda)

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