Zürich: Elefantenkuh Omysha im Zoo Zürich verstorben

Publiziert

ZürichElefantenkuh Omysha im Zoo Zürich verstorben

Die achtjährige Elefantenkuh Omysha ist in der Nacht auf Montag am selben Virus wie ihr kleiner Bruder Umesh im Zoo Zürich verstorben.

von
Lynn Sachs
1 / 5
Nachdem der Zoo Zürich bereits vergangene Woche mitteilte, dass die Elefantenkuh Omysha an einem Herpesvirus erkrankt ist, ist sie nun gestorben.

Nachdem der Zoo Zürich bereits vergangene Woche mitteilte, dass die Elefantenkuh Omysha an einem Herpesvirus erkrankt ist, ist sie nun gestorben.

Zoo Zürich, Enzo Franchini
Ihr Bruder Umesh ist Ende Juni am selben «Elephant Endotheliotropic Herpes Virus» verstorben.

Ihr Bruder Umesh ist Ende Juni am selben «Elephant Endotheliotropic Herpes Virus» verstorben.

Zoo Zürich, Enzo Franchini
Omysha habe auf die Behandlung nicht angesprochen.

Omysha habe auf die Behandlung nicht angesprochen.

Zoo Zürich, Nicole Schnyder

Die achtjährige Elefantenkuh Omysha ist letzte Nacht an den Folgen des für Elefanten typischen Elefantenherpesvirus verstorben. Das teilt der Zoo Zürich am Montagmittag mit. Bereits ihr Bruder, der zweijährige Elefantenbulle Umesh, ist Ende Juni an denselben Ursachen gestorben.

Wie der Zoo mitteilt, wurde, nachdem bei der Elefantenkuh Omysha letzte Woche eine verstärkte Virenaktivität festgestellt wurde und der kritische Schwellenwert überschritten war, eine intensive Behandlung rund um die Uhr gestartet. Leider habe Omysha nicht auf die Behandlung mit antiviralen Medikamenten und Bluttransfusionen angesprochen und verstarb noch letzte Nacht. 

Die Elefanten-Schwester Chandra (20), sowie die Mutter Indi (36) konnten heute Morgen Abschied nehmen, bevor Omysha von Pathologinnen und Pathologen genauer untersucht wird. Diese Untersuchung soll dazu beitragen, das Elefantenherpesvirus zukünftig besser zu verstehen und die Behandlungsmethoden weiter zu optimieren.

Fünfjährige Ruwani gefährdet

Erst am Freitag hatte der Zoo Zürich mitgeteilt, dass auch andere Elefanten nebst Omysha eine erhöhte Anzahl Viren im Körper aufzeigen. Bei ihnen sei das Virus im Körper zwar aktiv, aber im Toleranzbereich. Im Zoo Zürich, wie auch in vielen anderen Zoos und in der Wildnis, sind wahrscheinlich alle Elefanten Träger des Virus, so der Zoo Zürich. Bei der letzten Blutuntersuchung sei aber bei keinem Tier eine erhöhte Virenlast festgestellt worden. Am gefährdetsten sei die fünfjährige Ruwani, da die Krankheit vor allem bei jungen Elefanten ausbricht. Sie werde weiterhin in einem regelmässigen Monitoring auf ihre Virenaktivität getestet.

Deine Meinung