Aktualisiert 03.03.2019 23:29

«Elektrischer Vorreiter» von Seat mit Rückstand

Morgen Montag rollt Seat mit dem el-born auch einen Stromer ins Rampenlicht. Er wird «voraussichtlich 2020» auf den Markt kommen

von
lab
3.3.2019
Seat el-born: Die Spanier sehen sich dank dem Konzeptfahrzeug als «Vorreiter beim Wandel der Mobilität».

Seat el-born: Die Spanier sehen sich dank dem Konzeptfahrzeug als «Vorreiter beim Wandel der Mobilität».

Seat

Dass der Auto-Salon in Genf «unter Strom» stehen wird, war schon lange klar. Ebenso klar wie die Tatsache, dass die meisten der gezeigten Fahrzeuge noch immer als Studien, Concept Cars oder Prototypen bezeichnet werden. Da macht auch Seat, die spanische und erfolgreiche VW-Tochter keine Ausnahme und enthüllt morgen Abend bei der Volkswagen Group Night den el-born.

Nach einem Szeneviertel benannt

el-born? Komischer Name, stimmt. Aber Seat hat eine Erklärung dafür: «Der el-born ist das erste vollelektrische Fahrzeug von Seat das auf der MEB-Plattform des Volkswagen Konzerns basiert. Ein Konzeptfahrzeug, das nach einem Szeneviertel Barcelonas benannt ist. Und er ist eine Inspirationsquelle für die Designer und Ingenieure von Seat, die ein sportliches Fahrzeug mit fortschrittlichster Elektrotechnologie geschaffen haben.»

Keine Erklärung habe die Spanier dafür für die Aussage von Seat-Chef Luca De Meo, der sagt: «Seat ist Vorreiter bei diesem Wandel und hat mit el-born ein Konzeptfahrzeug entwickelt, das die Technologien und Designphilosophie zum Ausdruck bringt, mit deren Hilfe wir die Herausforderungen der Zukunft bestehen werden.» Denn Seat ist mit dem el-born die zweite Marke des Konzerns, die ein rein elektrisches Fahrzeug auf Basis der MEB-Plattform einführt. «Das Fahrzeug wird voraussichtlich 2020 auf den Markt kommen», schreiben die Spanier.

Bis zu 420 Kilometer Reichweite

Also ist auch bei Seat Warten angesagt. Aber das Warten könnte sich lohnen, wenn der Preis stimmt. Denn die Fakten zum Stromer lesen sich gut: Das im Fahrzeug verbaute Batteriepack soll dem el-born im offiziellen WLTP-Testzyklus eine Reichweite von bis zu 420 Kilometer sowie eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,5 Sekunden ermöglichen. «Die Batterie lässt sich in nur 47 Minuten auf 80 Prozent der Maximalkapazität aufladen», heisst es weiter. «Dadurch ergibt sich ein ganz neuer Blick auf die Elektromobilität.» Obwohl das andere – nicht nur Tesla – bereits heute können. Oder zumindest ankündigen.

«Mit dem el-born wird unsere emotionale Designsprache perfekt in die neue Welt der Elektrofahrzeuge übertragen. Unser Design-Team hat die Herausforderung sehr ernst genommen, unser erstes vollelektrisches Fahrzeug möglichst attraktiv aussehen zu lassen», so Alejandro Mesonero-Romanos, Chefdesigner bei Seat. «Ich glaube, dass das Fahren von Elektroautos spannend sein und Spass machen muss. Wir möchten unsere Kunden dazu bringen, sich in die Idee des Elektroautos zu verlieben.»

Zwei Systeme für autonomes Fahren

Angesichts immer voller werdender Strassen integriert der Neuling die neuesten Entwicklungen für autonomes Fahren und Konnektivität. Der Seat-Stromer ist mit zwei Systemen für autonomes Fahren ausgestattet, die eine Teilautomatisierung des Fahrzeugs zur Steuerung von Lenkung, Beschleunigung und Bremsvorgängen ermöglichen. «Zusammen mit dem intelligenten Einparkassistenten wird der el-born so zu einem Konzeptauto, das die Zukunft des Autofahrens verkörpert», sind die Spanier überzeugt.

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