Logo geklaut?: Elektro-Duo Justice droht Justin Bieber mit Schadenersatz
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Logo geklaut?Elektro-Duo Justice droht Justin Bieber mit Schadenersatz

Gerade hat der Popstar sein neues Album releast – schon droht ein Rechtsstreit. Laut den Franzosen hat Bieber vorsätzlich ihr geschütztes Kreuz-Logo kopiert.

von
Stephanie Vinzens
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Das französische Duo Justice, bestehend aus Xavier de Rosnay (38) und Gaspard Augé (41), droht, rechtlich gegen Justin Bieber (26) vorzugehen. 

Das französische Duo Justice, bestehend aus Xavier de Rosnay (38) und Gaspard Augé (41), droht, rechtlich gegen Justin Bieber (26) vorzugehen.

Instagram/justinbieber
Der Grund: Das Artwork des neuen Bieber-Albums, das gleich wie das französische Elektro-Gespann heisst. 

Der Grund: Das Artwork des neuen Bieber-Albums, das gleich wie das französische Elektro-Gespann heisst.

Def Jam
So ähnelt der Schriftzug stark dem Logo von Justice. Tatsächlich ist die Verwendung des Kreuzes anstelle eines T im Wort «Justice» in der EU markenrechtlich geschützt und somit dem Duo vorbehalten.

So ähnelt der Schriftzug stark dem Logo von Justice. Tatsächlich ist die Verwendung des Kreuzes anstelle eines T im Wort «Justice» in der EU markenrechtlich geschützt und somit dem Duo vorbehalten.

Instagram/justicepourtous

Darum gehts

  • Das Artwork von Justin Biebers neuem Album «Justice» sorgt für Stirnrunzeln.

  • So ähnelt der Schriftzug stark dem geschützten Logo des gleichnamigen Elektro-Duos aus Frankreich.

  • Das Rechtsteam von Justice droht nun, deswegen rechtliche Schritte einzuleiten.

Am Freitag hat Popstar Justin Bieber (27) sein sechstes Studioalbum «Justice» veröffentlich – und sich damit gleich Ärger eingehandelt. Schuld daran ist der Schriftzug auf seinem Albumcover, der dem Logo des gleichnamigen Elektro-Duos Justice zum Verwechseln ähnlich sieht: Bei beiden wird das T in «Justice» durch ein Kreuz ersetzt. Ein stilistisches Element, das die französischen Musiker Xavier de Rosnay (38) und Gaspard Augé (41) in der EU markenrechtlich schützen liessen.

Das Rechtsteam von Justice warnt Biebs nun mit einer Abmahnung, die dem «Rolling Stone» vorliegt. «Eure Verwendung des Zeichens ist illegal. Ihr habt keine Erlaubnis von Justice erhalten, die Marke zu verwenden. Darüber hinaus ist die Arbeit von Bieber in keiner Weise mit Justice verbunden und wird von Justice weder unterstützt noch gesponsert. Eine solche Verwendung der Marke ist nicht nur illegal, sondern täuscht und verwirrt auch die Verbraucherinnen und Verbraucher», heisst es darin unter anderem.

So hat das Duo laut seines Managers Tyler Goldberg eine Menge Nachrichten von Fans bekommen, die nicht nur auf die Ähnlichkeiten hinwiesen, sondern auch verwirrt darüber sind, ob es sich bei Biebers «Justice» um eine Kollaboration mit den Franzosen handle.

Biebers Team kontaktierte Justice

Fest steht: Die Ähnlichkeit ist kein Zufall. Dem «Rolling Stone» liegt neben der Abmahnung auch ein Mail-Verlauf vom April 2020 vor. Darin kontaktiert Biebers Team das Management von Justice und schreibt: «Wir versuchen, den Designer ausfindig zu machen, der das untenstehende Logo für Justice entworfen hat und hatten gehofft, dass ihr uns helfen könnt.» Besagter Designer habe sich daraufhin gemeldet – wurde aber nicht weiter kontaktiert.

«Biebers Team wusste also nicht nur von der Verwendung des Zeichens durch Justice, sondern versuchte sogar, denselben Künstler zu kontaktieren, um es für Justins Album zu kopieren. Das ist vorsätzliche Rechtsverletzung», steht in der Abmahnung.

Biebers Management scheint dies wenig zu kümmern. Das Team von Justice gab gegenüber dem «Rolling Stone» an, dass es die Abmahnung abgelehnt und darauf bestanden habe, dass Justins «Justice»-Design nicht gegen das Markenrecht verstosse. So soll die Darstellung des religiösen Symbols Biebers christlichen Glauben symbolisieren.

Label nahm Bieber zuvor auf die Schippe

Das Label von Justice wurde bereits vergangenen Monat auf die Ähnlichkeit aufmerksam, als Justin erstmals das Artwork für sein damals bevorstehendes Album vorstellte – und machte sich auf Social Media über den Sänger lustig.

So teilte Labelboss Pedro Winter (45) auf dem offiziellen Instagram-Account des Labels eine Skizze, die Justin zuvor postete und schrieb in einem ironischen Tonfall: «Ed Banger Records ernennt Herrn Justin Drew Bieber zum Art Director.»

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