Tesla in Vollbrand – «Elektroautos werden uns immer mehr beschäftigen»
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Tesla in Vollbrand«Elektroautos werden uns immer mehr beschäftigen»

Am Samstagmorgen brannte in Frauenfeld ein Tesla, nachdem er in einen Baum prallte. Die Feuerwehr hatte das Feuer schnell gelöscht, doch damit ist es nicht getan. Das Elektroauto steht noch immer unter Beobachtung.

von
Shila Ochsner

In Frauenfeld TG brannte am Samstagmorgen ein Tesla lichterloh.

20 Minuten/News-Scout

Darum gehts:

  • Am Samstagmorgen brannte ein Tesla in Frauenfeld TG, nachdem die Lenkerin mit einem Baum kollidiert war.

  • Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen, war jedoch länger mit dem Kühlen der Akkuzellen beschäftigt.

  • Es besteht ein grösseres Risiko für Stichflammen und Kurzschlüsse, weshalb die Feuerwehr mehr Abstand wahrt und vorsichtiger handelt.

  • Der Tesla wurde in einem speziellen Container abgeschleppt und steht noch immer unter Beobachtung.

Am Samstagmorgen um 09.30 Uhr brannte in Frauenfeld TG ein Tesla lichterloh, nachdem die Lenkerin mit einem Baum kollidiert war. Sie konnte mithilfe eines Passanten das Fahrzeug verlassen, musste aber vom Rettungsdienst mit mittelschweren Verletzungen ins Spital gebracht werden. Die Frauenfelder Feuerwehr kam zum Einsatz, um den Brand zu löschen. Innert kurzer Zeit war der Brand gelöscht. Doch damit war der Einsatz noch nicht abgeschlossen.

Mehr Abstand, mehr Wasser

Ein Elektroauto zu löschen stellt eine grössere Herausforderung dar als das Löschen eines herkömmlichen Fahrzeugs. «Es besteht ein gewisses Risiko, weshalb wir mehr Abstand halten und direkt mit zwei Leitungen vorrücken. Dabei dient eine Leitung nur der Kühlung der Hochvolt-Batterien», sagt Stabsoffizier Sandro Heinzmann von der Feuerwehr Frauenfeld. Zuerst versuche man, die Energie aus dem Brand zu nehmen und nähere sich erst danach. Es gibt auf schweizerischer und kantonaler Ebene Kurse, bei denen Feuerwehrleute geschult werden, wie mit Elektroautos umzugehen ist. Auch an Kaderweiterbildungskursen wird die Problematik der Elektrofahrzeuge thematisiert. «Elektroautos werden uns immer mehr beschäftigen», sagt Heinzmann.

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Ein Auto geriet in Brand, als die Fahrerin in einen Baum fuhr.

Ein Auto geriet in Brand, als die Fahrerin in einen Baum fuhr.

News-Scout
Der Brand sorgte für viel Aufmerksamkeit. «Es war ein Schock», sagte ein News-Scout.

Der Brand sorgte für viel Aufmerksamkeit. «Es war ein Schock», sagte ein News-Scout.

News-Scout
Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen. Die grössere Herausforderung war es, die Akkuzellen zu kühlen um eine erneute Entzündung zu vermeiden. 

Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen. Die grössere Herausforderung war es, die Akkuzellen zu kühlen um eine erneute Entzündung zu vermeiden.

Feuerwehr Frauenfeld

Tesla wird im Spezialcontainer gelagert

Das Löschen eines Elektroautos braucht beispielsweise mehr Wasser, denn die Hochvolt-Batterien müssen nach dem Feuer kontinuierlich gekühlt werden. Am Samstag dauerte der ganze Einsatz der Feuerwehr Frauenfeld deshalb circa fünf Stunden, obwohl das Auto nach ungefähr einer halben Stunde nicht mehr brannte. «Damit ist das Problem jedoch nicht gelöst», sagt Heinzmann.

Der Tesla wurde in einem Spezialcontainer abgeschleppt und steht noch immer unter Beobachtung. Der Container lagert das Fahrzeug dicht verschlossen und wird mit einer Brandmeldeanlage überwacht. Durch die chemischen Reaktionen in den Zellen bestehe weiter das Risiko, dass sich die Hochvolt-Batterien stark erwärmen und das Fahrzeug wieder in Flammen aufgeht. Für diesen Fall hat der Container eine Aerosol-Löschanlage sowie eine Sprinkleranlage.

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