Neues Gesetz: Elektrogeräte sollen bis zu 10 Jahre lang halten oder repariert werden
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Neues GesetzElektrogeräte sollen bis zu 10 Jahre lang halten oder repariert werden

Seit Montag ist in der EU ein neues Gesetz in Kraft, dass das Volumen an Elektroschrott verringern will. So sollen elektronische Geräte neu eine längere Lebensspanne haben oder einfacher repariert werden können.

von
Dominique Zeier
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Die EU hat ein neues Gesetz erlassen.

Die EU hat ein neues Gesetz erlassen.

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Laut diesem müssen elektronische Geräte mindestens ein Jahrzehnt lang funktionstüchtig sein oder sollten zumindest repariert werden können.

Laut diesem müssen elektronische Geräte mindestens ein Jahrzehnt lang funktionstüchtig sein oder sollten zumindest repariert werden können.

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Dies gilt für Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher und ähnliches.

Dies gilt für Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher und ähnliches.

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Darum gehts

  • Elektronische Geräte gehen gleich nach Ablauf der Garantie kaputt und daran kann nichts geändert werden?

  • Das soll sich laut einem neuen Gesetz der EU ändern.

  • So sollen elektronische Geräte neu mindestens zehn Jahre lang brauchbar sein oder repariert werden können.

  • Das soll den Haufen an Elektroschrott reduzieren, der jährlich produziert wird.

Jede Person in Europa produziert im Schnitt pro Jahr rund 16 Kilogramm an elektronischem Abfall. Etwa die Hälfte davon stammt von kaputten Haushaltsgeräten. Dennoch wird in der EU laut Independent.co.uk nur rund 40 Prozent davon rezykliert. Das ist wenig und hinterlässt einen grossen Haufen an Elektroschrott.

Dem will ein neues EU-Gesetz, dass am Montag in Kraft getreten ist, nun entgegenwirken. Laut diesem sollen Hersteller von Haushaltsgeräten wie Kühlschränken, Waschmaschinen, Föhns oder Fernsehern neu sicher stellen, dass ihre Produkte bis zu zehn Jahre lang repariert werden können. Dies bedeutet, dass die Geräte mindestens so lange funktionieren sollen, oder dass für diese Zeitdauer Ersatzteile bereit stehen, sodass kaputte Geräte repariert werden können.

«Leute wollen ihre Geräte reparieren»

«Das ist ein riesiger Schritt in die richtige Richtung», sagt Daniel Affelt vom Umweltverband BUND-Berlin zu Independent.co.uk. Denn heutzutage seien viele Geräte einfach zusammen geklebt oder vernietet. Dies bedeute aber, dass man spezialisiertes Werkzeug benötige, um solche Geräte zu öffnen oder zu reparieren. Manchmal müssten solche Geräte sogar aufgebrochen werden.

«Die Leute wollen ihre Geräte aber reparieren. Es ist frustrierend, wenn sie gesagt bekommen, dass es bereits keine Ersatzteile mehr gibt, für ein Gerät, dass sie erst vor wenigen Jahren gekauft haben», so Affelt. Laut dem neuen EU-Gesetz müssen Ersatzteile aber bis zu einem Jahrzehnt lang nach dem Verkauf erhältlich sein und die Hersteller müssen auch sichergehen, dass Ersatzteile an professionelle Reparatur-Unternehmen weitergeleitet werden können.

Ausserdem müssen elektronische Haushaltsgeräte mit einem Handbuch ausgestattet sein, das erklärt, wie man sie mit herkömmlichem Werkzeug auseinandernehmen kann. Dies soll auch dann noch nützlich sein, wenn ein Gerät bereits so kaputt ist, dass es nicht mehr repariert werden kann. So sollen die Einzelteile des Ganzen wenigstens rezykliert werden können.

Keine Smartphones und Tablets

Die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze möchte aber noch einen Schritt weiter gehen. Sie verlangt, dass Hersteller künftig klar deklarieren müssen, wie lange ein Gerät funktionstüchtig sein soll und dieses im Falle eines vorzeitigen Versagens reparieren. Dies könne dazu führen, dass die Konsumentinnen und Konsumenten eher darauf achten, nachhaltige Produkte zu kaufen.

Von diesem neuen Gesetz ausgeschlossen sind elektronische Geräte wie Smartphones, Laptops oder Tablets. Aber auch dahingehend gibt es bereits Bewegungen, eine ökologisch nachhaltigere Lösung zu finden. So hat Apple beispielsweise im vergangenen Jahr angekündigt, mehr Trainings zu organisieren, was die Reparatur ihrer iPhones und Mac-Computer angeht.

Mit dem neuen EU-Gesetz werden auch die bisherigen Energielabel für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Fernsehgeräte angepasst. Bis anhin enthielten diese die Angaben A+, A++ und A+++. Neu zeigen diese eine Skala mit den Bewertungs-Buchstaben A bis G. Damit werden die Verbrauchslevel strenger angesetzt als bisher. Ausserdem müssen sich auf den Geräten neu Informationen zu Lautstärke, Fassungsvolumen und ähnlichen Angaben befinden.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

Deine Meinung

84 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

fdsaf

03.03.2021, 18:07

Die werden die Ersatzteile so teuer anbieten, dass niemand sie bestellt. Dann merkt auch niemand, dass die Teile gar nicht vorhanden sind.

RSwiss

03.03.2021, 08:36

Da nehmt zuerst die Hersteller in die Pflicht, kenne Dutzende wo beim Samsung TV das Netztteil nach 3 bis 4 Jahren ausgestiegen ist. 60 Kg Plasma TV wegen einem Kondenser defekt und die Teile sind keine 30 Gramm schwer., und im Rappen bereich zu kaufen

J K

02.03.2021, 18:37

Diese Idee ist nur durchsetzbar wenn neue Geräte massiv teurer werden da reparieren nicht billig ist