«Tiefpreisinsel»: Elektronik ist in der Schweiz am günstigsten

Aktualisiert

«Tiefpreisinsel»Elektronik ist in der Schweiz am günstigsten

Von Nahrungsmitteln über Kosmetik bis hin zu Zeitschriften werden in der Schweiz durchwegs die höchsten Preise verlangt.
Bei Elektronikartikeln, auch beim iPhone, ist das Gegenteil der Fall.

Ein iPhone 5 kostet in Italien beispielsweise fast 200 Franken mehr als in der Schweiz.

Ein iPhone 5 kostet in Italien beispielsweise fast 200 Franken mehr als in der Schweiz.

Die Schweiz ist eine Hochpreisinsel, nicht jedoch für Elektronikprodukte. Diese sind in Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien zwischen 2 und 32 Prozent teurer. Ein iPhone 5 kostet in Italien beispielsweise fast 200 Fr. mehr als in der Schweiz. Dies zeigt eine Erhebung der Plattform preisbarometer.ch.

«Weshalb gerade Elektronikprodukte in der Schweiz deutlich billiger sind, ist schwierig zu sagen», meint André Bähler von der Stiftung für Konsumentenschutz. Als möglichen Grund nennt er einen stärkeren Wettbewerb unter den Elektronikhändlern in der Schweiz. Denkbar sei auch, dass die Schweiz für die Hersteller eine Art Testmarkt sei, auf dem erprobt werde, wie die Produkte ankommen.

54 Artikel verglichen

Wie aus den Preisbarometer-Untersuchungen hervorgeht, trifft bei fast allen anderen Gütern das Gegenteil zu: Von Nahrungsmitteln über Kosmetik bis hin zu Zeitschriften oder Sportartikeln werden in der Schweiz durchwegs die höchsten Preise verlangt.

Dem versucht die Plattform preisbarometer.ch, die von vier Schweizer Konsumentenorganisationen betrieben wird, entgegenzuwirken. Die Plattform soll die Preistransparenz verbessern und zu einer Angleichung der Preise zwischen der Schweiz und dem Ausland beitragen.

Für den Vergleich bei Elektronikprodukten wurden die Preise von insgesamt 54 Artikeln auf verschiedenen Online-Verkaufs-Portalen ausgewertet. Die Schweizer Preise stammen von den Portalen Digitec.ch, Brack.ch und Microspot.ch. (sda)

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