Aktualisiert 14.07.2009 14:37

«Copernicum»Element 112 hat seinen Namen gefunden

Das chemische Element mit der Ordnungszahl 112 soll «Copernicum» heissen. Damit soll der Astronom Nikolaus Kopernikus geehrt werden, der als erster erkannte, dass die Planeten um die Sonne kreisen.

Diesen Namensvorschlag hat das Entdeckerteam an der Darmstädter Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) am Dienstag der Internationalen Chemikervereinigung IUPAC unterbreitet. Mit dem Namen «Copernicum» wollen die Wissenschaftler den Astronomen Nikolaus Kopernikus ehren, der als erster erkannte, dass die Planeten um die Sonne kreisen.

Kopernikus habe damit unser Weltbild nachhaltig geprägt, erklärte der Leiter des Entdeckerteams, Sigurd Hoffmann. Für die offizielle Namensgebung ist nun die IUPAC zuständig. Diese wird ihre Entscheidung voraussichtlich in etwa sechs Monaten bekanntgeben. Ein internationales Forscherteam hatte «Copernicum» in den Jahren 1996 und 2000 zweimal durch die Fusion von Blei- und Zinkatomen in einem Teilchenbeschleuniger bei der GSI erzeugt.

Nach Angaben von GSI-Sprecher Ingo Peter konnte die Entdeckung seither in einem japanischen Beschleuniger bestätigt werden. An der GSI sind seit 1981 insgesamt sechs neue chemische Elemente durch Kernfusion erzeugt worden. Die Elemente sind ausnahmslos instabil und zerfallen bereits Bruchteile von Sekunden nach ihrer Erzeugung wieder. Ihre Existenz lässt sich lediglich durch die beim Zerfall entstehende radioaktive Strahlung nachweisen. (dapd)

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