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VorarlbergElf Frauen überfallen – Polizei fasst Sextäter

Eine jahrelange Serie von sexuellen Überfallen in Dornbirn (A) konnte geklärt werden – der Täter ist geständig. Als Motiv gibt er sexuelles Verlangen an.

Der Täter konnte von der Polzei gefasst werden.

Der Täter konnte von der Polzei gefasst werden.

Keystone/AP

Seit Juni 2015 hatte ein Serien-Sextäter die Vorarlberger Polizei auf Trab gehalten. Ein junger Mann hatte insgesamt elf Frauen im Alter von 16 bis 33 Jahren überfallen und sexuell genötigt.

Der junge Mann wurde in Dornbirn, nur wenige Kilometer von der Schweiz entfernt, verhaftet. Bei einer Pressekonferenz am Freitagvormittag nannte die Vorarlberger Polizei Details zu den Taten und zur Identität des Täters.

In menschenleeren Gassen angefallen

Der 19-Jährige verfolgte seine Opfer immer nachts oder in den frühen Morgenstunden – in abgeschiedenen, menschenleeren Gassen fiel er dann über die Frauen hier. Der Täter zerrte seine Opfer gewaltsam zu Boden, hielt ihnen den Mund zu und versuchte sie im Genitalbereich zu begrapschen. Zuletzt hatte der Serientäter am 3. Mai eine 17-Jährige überfallen.

Doch die Frauen setzten sich allesamt zur Wehr, was Schlimmeres verhindert haben dürfte, denn der Sex-Täter liess daraufhin von ihnen ab und floh.

Nach Gegenwehr fuhr er mit Velo davon

In allen Fällen war der Jugendliche mit einem Halstuch maskiert und flüchtete laut Aussagen der Opfer immer auf einem «für seine Grösse viel zu kleinen Fahrrad».

Die Dornbirner Polizei und umliegende Polizeistationen konnten nach monatelangen Ermittlungen und über einhundert Kontrollen verdächtiger Personen am vergangenen Samstag endlich den Tatverdächtigen ausforschen.

Bei den Nachforschungen im Bereich des Bahnhofs Dornbirn-Schoren fiel den Ermittlern der Jugendliche beim Verlassen eines Hauses auf. Als die Beamten ihn ansprechen wollten, rannte er davon. Er konnte jedoch wenig später festgenommen werden. Der 19-jährige Dornbirner österreichischer Herkunft zeigte sich bei allen elf vorgeworfenen Straftaten geständig. Als Motiv nannte er sexuelles Verlangen.

(20 Minuten)

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