Aktualisiert 12.12.2006 14:41

Elf mutmassliche Islamisten in Spanien festgenommen

Bei Razzien gegen radikale Islamisten hat die Polizei in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika elf Verdächtige festgenommen.

Dem Einsatz von rund 300 Sicherheitskräften seien monatelange Geheimdienst-Ermittlungen vorausgegangen, hiess es. Die Männer - zehn Spanier und ein Marokkaner - wurden am frühen Dienstagmorgen in ihren Wohnungen und während des Gebets in Moscheen aufgegriffen. Nach Angaben des Innenministeriums in Madrid waren sie dabei, eine islamistische Terrorzelle aufzubauen.

Ein konkretes Anschlagsziel hätten die Männer aber noch nicht ausgemacht, sagte Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba, der sich in Algerien aufhielt. Unter den Festgenommenen sind auch zwei Brüder eines Spaniers, der bis 2004 im US-Gefängnis Guantanamo auf Kuba festgehalten wurde. Bei den Verdächtigen wurden laut Polizei belastende Audio- und Videoaufnahmen sowie Geld gefunden, ausserdem gefälschte Pässe und schusssichere Westen. Sie sollen in den kommenden Tagen dem Anti-Terror-Richter Baltasar Garzon vorgeführt werden, der die Razzia in Ceuta angeordnet hatte. (dapd)

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