Basler Regierungspräsidentin: Elisabeth Ackermann zieht 90-Tages-Bilanz
Aktualisiert

Basler RegierungspräsidentinElisabeth Ackermann zieht 90-Tages-Bilanz

Nach 90 Tagen im Amt sprach die neue Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann am Montag erstmals zu den Medien. Viel hatte sie noch nicht zu sagen.

von
lha

Das wussten viele nicht: Ackermann spielt zwar klassischer Gitarre, aber nicht der klassischen Musik wegen. (Video: 20 Minuten/lha)

Die Erwartungshaltung an Elisabeth Ackermanns ersten Auftritt war gross. Nachdem sie 90 Tage lang fast keine Fragen von Journalisten beantwortet hatte, meldete sich die neue Basler Regierungspräsidentin am Montag erstmals öffentlich zu Wort. Die 53-Jährige ist gut in ihrem neuen Job angekommen. Sie lobt die «Gesprächskultur» im Regierungskollegium und die Motivation ihrer Mitarbeiter. Und sie reist viel: Bern, Hamburg, Berlin, Shanghai – Frau Regierungspräsidentin repräsentiert ihre Stadt fleissig.

Aber auch in Basel wartet viel Arbeit auf die ehemalige Gitarrenlehrerin. Zum Beispiel muss sie eine Museumsstrategie liefern. Wie sie am Montag erklärte, gibt es derzeit noch keine. «Sie kommt aber noch dieses Jahr in die Regierung», verspricht Ackermann. Offenbar wurden erst unter ihrem Vorgänger Guy Morin Grundlagen für die Museumsstrategie erarbeitet, die eigentlich als längst überfällig gilt. Zu den Versäumnissen der Vergangenheit mochte sich Ackermann aber nicht äussern. Überhaupt: Das Gros ihrer Arbeit besteht aus der Weiterführung und Umsetzung von Projekten, die sie von Morin geerbt hat. Zu ihren Dossiers zählt sie auch die Lobbyarbeit in Bern für das Herzstück der Regio-S-Bahn.

Akzente setzen mit Chefbeamten

«Eigene Pflöcke», nach denen sie wiederholt gefragt wurde, wird sie so schnell keine einschlagen. Akzente wird sie aber personell setzen. Gleich drei Chefbeamte darf sie neu berufen. Kulturchef Philippe Bischof übernimmt «leider ablösefrei» die Direktion von Pro Helvetia. Religionskoordinatorin Lilo Roos-Vischer geht in Frühpension und der mächtigste Chefbeamte, Stadtentwickler Thomas Kessler, wurde noch von Morin vor die Türe gesetzt. Für letztere Position wünscht sie eine «innovative Persönlichkeit». Die Wohnraumpolitik sei denn auch eines der wichtigsten Themen im Kanton.

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