Krieg der Sterne - Elon Musk und Jeff Bezos kämpfen um die Vorherrschaft im Weltall
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Krieg der SterneElon Musk und Jeff Bezos kämpfen um die Vorherrschaft im Weltall

Die Firma SpaceX von Elon Musk hat einen Auftrag von der Nasa erhalten. Amazon-Gründer Jeff Bezos ist damit nicht einverstanden und hat nun Beschwerde eingereicht.

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SpaceX-Gründer Elon Musk (links) und Blue-Origin-Gründer Jeff Bezos (rechts) liefern sich einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft im Weltraum.

SpaceX-Gründer Elon Musk (links) und Blue-Origin-Gründer Jeff Bezos (rechts) liefern sich einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft im Weltraum.

AFP
«Das ist mehr als eine Schlacht im Weltraum», kommentiert der Analyst Daniel Ives von der US-Investmentfirma Wedbush Securities. «Da kommen auch Egos ins Spiel.» Das Bild zeigt den Start einer SpaceX-Rakete in Cape Canaveral, Florida

«Das ist mehr als eine Schlacht im Weltraum», kommentiert der Analyst Daniel Ives von der US-Investmentfirma Wedbush Securities. «Da kommen auch Egos ins Spiel.» Das Bild zeigt den Start einer SpaceX-Rakete in Cape Canaveral, Florida

Nasa/Ben Smegelsky/Handout via Reuters
Laut Bezos (Bild) gefährdet die Vergabe von Nasa-Aufträgen an SpaceX Amerikas Rückkehr zum Mond.

Laut Bezos (Bild) gefährdet die Vergabe von Nasa-Aufträgen an SpaceX Amerikas Rückkehr zum Mond.

Reuters

Darum gehts

  • Amerikas Rückkehr zum Mond ist laut Blue-Origin-Gründer Jeff Bezos gefährdet.

  • Grund dafür sei ein Auftrag, den die Nasa an das Konkurrenzunternehmen SpaceX vergab.

  • «Das ist mehr als eine Schlacht im Weltraum», kommentiert Daniel Ives von Wedbush Securities.

Tesla-Gründer Elon Musk und Amazon-Chef Jeff Bezos streiten um einen Auftrag für eine Mondfähre, die US-Astronauten ab 2024 zurück auf den Erdtrabanten bringen soll. Die von Musk gegründete Firma SpaceX erhielt dafür einen Auftrag der Nasa. Das Konkurrenzunternehmen Blue Origin von Bezos hat dagegen nun aber Widerspruch beim US-Rechnungshof eingelegt, wegen einer «fehlerhaften» Ausschreibung. Die Entscheidung der Nasa für SpaceX gefährde Amerikas Rückkehr zum Mond, warnt Blue Origin. Musk reagierte darauf spöttisch: «Kriegt ihn nicht hoch (in den Orbit)», schrieb er auf Social Media über Blue Origin.

Schlacht der Egos

«Das ist mehr als eine Schlacht im Weltraum», sagt Analyst Daniel Ives von der US-Investmentfirma Wedbush Securities. Musk und Bezos steckten viel Geld aus ihrem Privatvermögen in die Raumfahrtunternehmen. «Da kommen auch Egos ins Spiel.» Bezos ist laut «Forbes» mit einem Vermögen von 202 Milliarden US-Dollar (184,45 Milliarden Franken) der reichste Mensch der Welt. Musk belegt mit 173 Milliarden den zweiten Platz.

In der Raumfahrtbranche liegt Musk allerdings in Führung. Die SpaceX-Tochter Starlink brachte bereits hunderte Satelliten ins Weltall, um sich einen Anteil am Markt für Internetverbindungen zu sichern. Der Amazon-Tochter Kuiper gelang das bisher nicht – obwohl Bezos zehn Milliarden Dollar Unterstützung zusagte.

Bezos nervt sich über Microsoft-Kooperation

SpaceX kooperiert zudem mit Microsoft, dem grössten Amazon-Konkurrenten im Markt für Cloud Computing. Für seinen satellitengestützten Internetdienst nutzt SpaceX Microsofts Lösung Azure. Die beiden Unternehmen wollen ausserdem beim Bau von Satelliten für ein Verteidigungssystem zum Aufspüren von ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Hyperschallraketen zusammenarbeiten.

Bezos wirft SpaceX und Microsoft einen gemeinsamen Feldzug gegen sein Firmenimperium vor. Dieser sei auch dafür verantwortlich, dass das Pentagon vergangenes Jahr einen Zehn-Milliarden-Dollar-Auftrag für sein Cloud-System «Jedi» an Microsoft und nicht an Amazon vergeben habe.

«Wer will auf den Mars ziehen?»

Raketen von SpaceX brachten bereits Astronauten und Frachten zur Internationalen Raumstation ISS. Die Nasa kann so ihre Abhängigkeit von russischen Sojus-Kapseln verringern. Blue Origin sei in diesen Bereichen aber «kein wichtiger Schritt» gelungen, sagt Raumfahrtexperte Xavier Pasco von der Denkfabrik Foundation for Strategic Research. Musk habe schon 2016 eine bemannte Mars-Mission angekündigt. Bezos halte die Träume von einer Besiedlung des Roten Planeten hingegen für Spinnereien.

«Wer will auf den Mars ziehen?», fragte Bezos 2019 bei einer Konferenz. «Tun Sie mir einen Gefallen, gehen Sie und leben Sie erst einmal ein Jahr auf dem Mount Everest und schauen Sie, ob Sie das mögen – denn das ist ein Paradiesgarten verglichen mit dem Mars.»

Ob Mars-Besiedlung oder nicht – auch Bezos sei das geschäftliche Potenzial der kommerziellen Raumfahrt bewusst, meint Wedbush-Analyst Ives. Schliesslich seien dort in naher Zukunft Billionensummen zu verdienen. Dafür müssten sich SpaceX und Blue Origin nun in Stellung bringen, so Ives. «Bezos und Musk wissen, dass der Gewinner in der Weltraumschlacht in den nächsten ein bis zwei Jahren gekrönt wird.»

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(AFP/mur)

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