Starlink-Satelliten - Elon Musk verspricht weltweites, schnelles Internet
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«Wollen keinen Bankrott»Elon Musk verspricht weltweites, schnelles Internet

Noch immer hat die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugriff auf stabiles Internet. Das Starlink-Programm will dies ändern, benötigt aber noch grosse Investitionen.

von
Dominique Zeier
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Elon Musk hat grosse Pläne, was die Zukunft des Zugangs zum Internet angeht. 

Elon Musk hat grosse Pläne, was die Zukunft des Zugangs zum Internet angeht.

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Am Mobile World Congress in Barcelona hat er angekündigt, grosse Investitionen in sein Projekt Starlink stecken zu wollen. 

Am Mobile World Congress in Barcelona hat er angekündigt, grosse Investitionen in sein Projekt Starlink stecken zu wollen.

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Dieses basiert auf tausenden von Satelliten, die die abgelegensten Orte der Welt mit einer stabilen Internetverbindung versorgen sollen. 

Dieses basiert auf tausenden von Satelliten, die die abgelegensten Orte der Welt mit einer stabilen Internetverbindung versorgen sollen.

via REUTERS

Darum gehts

  • Elon Musk plant grosse Investitionen in sein Starlink-Projekt.

  • Dieses soll schnelles Internet an die abgelegensten Orte der Welt bringen.

  • Möglich wird dies mittels tausender Satelliten in der Erdumlaufbahn.

  • Zuerst sei es aber ein Ziel, mit Starlink nicht bankrott zu gehen, so Musk.

Das Satellitenprojekt von SpaceX-Gründer Elon Musk, Starlink, ist auf steilem Erfolgskurs: Bisher hat es 1500 Satelliten in die Erdumlaufbahn gebracht, 69’000 Kundinnen und Kunden gewonnen und Bodenstationen in zwölf verschiedenen Ländern installiert. Nun hat Musk während des Mobile World Congress angekündigt, dass Starlink sein Internet-Netzwerk bereits im nächsten Monat auf die ganze Welt ausweiten möchte – Ausnahmen bilden sollen nur der Nord- und der Südpol.

Die Idee, an der Musk arbeitet, ist nicht neu. Bereits in der Vergangenheit haben verschiedene Akteure versucht, mit Hilfe von Satelliten ein allumfassendes Internet-Netzwerk aufzubauen, auf das von überall her zugegriffen werden kann. Bisher ist das Bestreben aber noch niemandem gelungen.

Das Prinzip dahinter ist leicht zu verstehen: Mithilfe tausender Satelliten, die sich in einer nahen Erdumlaufbahn befinden – also in rund 1000 Kilometern Höhe – soll es möglich werden, auch an den abgelegensten Orten der Welt, Zugang zu High-Speed-Internet zu garantieren. Falls dies gelänge, wäre das ein grosser Durchbruch, denn noch immer hat rund die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zu stabilem Internet, wie CNN berichtet.

«Wir wollen ja nicht bankrott gehen»

Das Projekt ist finanziell gesehen aber noch nicht aus dem Schneider. Wie Musk verraten hat, kostet die Herstellung der Nutzerterminals, die Userinnen und User von Starlink benötigen, 1000 Dollar. Das Unternehmen verkauft sie allerdings für 500 Dollar. «Natürlich ist es nicht sehr sinnvoll, Millionen solcher Terminals zum halben Preis zu verkaufen», so Musk. «Aber wir arbeiten an einer nächsten Generation von Terminals, die mehr oder weniger gleich funktionieren, aber viel weniger kosten. Unser Ziel ist es ja nicht, bankrott zu gehen.»

Der Unternehmer erwartet, dass die Anzahl an Nutzerinnen und Nutzern von Starlink in den nächsten zwölf Monaten auf 500’000 ansteigen wird. Um dies möglich zu machen, will Musk aber noch einiges in das Projekt investieren. So erwarte er, zwischen fünf und zehn Milliarden in Starlink stecken zu müssen, bevor das Geschäft profitabel werde. Aber auch danach sei es wichtig, weiterhin in Innovationen zu investieren, um nicht von konkurrenzierenden Anbietern überholt zu werden. Daher müsse SpaceX über kurz oder lang wohl rund 20 bis 30 Milliarden in Starlink investieren.

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