SpaceX - Elon Musk will 42’000 Satelliten ins All schiessen – Kritiker laufen Sturm
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SpaceXElon Musk will 42’000 Satelliten ins All schiessen – Kritiker laufen Sturm

Grosse Pläne sind das Spezialgebiet von Elon Musk. Der Unternehmer will mit seinen Satelliten erdumspannenden Internet-Empfang garantieren. Leidtragende sind die Astronominnen und Astronomen.

von
Reto Heimann
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Möchte 42’000 Satelliten ins All schiessen: Elon Musk.

Möchte 42’000 Satelliten ins All schiessen: Elon Musk.

REUTERS
Nach oben soll es gehen: Die Satelliten sollen für weltumspannendes Internet sorgen.

Nach oben soll es gehen: Die Satelliten sollen für weltumspannendes Internet sorgen.

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Start einer Rakete, die 60 solcher Satelliten ins All bringen soll im Februar 2020.

Start einer Rakete, die 60 solcher Satelliten ins All bringen soll im Februar 2020.

AFP

Darum gehts

  • Elon Musk träumt von weltumspannendem Internet.

  • Zu diesem Zweck möchte er 42’000 Satelliten ins All bringen.

  • Astronomen sehen ihren Beruf in Gefahr, Satellitenbetreiber befürchten einen «Umweltskandal».

Der US-amerikanische Unternehmer Elon Musk hat viele Ideen: Mit dem Tesla stand er am Anfang des Elektroauto-Hypes. Mit Paypal revolutionierte er den bargeldlosen Geldverkehr. Mit seinem privaten Raumfahrtsprogramm SpaceX möchte er in naher Zukunft auf den Mars.

Teil von SpaceX ist auch das Projekt Starlink. Damit möchte Musk nach eigenen Aussagen weltumspannendes Internet garantieren können, bis in die abgelegensten Gebiete der Erde. Dazu nötig: Tausende von Satelliten.

Lichtreflexion stört Astronomen

Bereits jetzt hat Musks Starlink-Projekt die offizielle Genehmigung 12’000 Satelliten ins All zu schiessen. Er selbst soll die Internationale Fernmeldeunion darum gebeten haben, weitere 30’000 Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn zu schiessen. Das berichtet «Business Insider»

42’000 Satelliten im All: Das beunruhigt Astronominnen und Astronomen zunehmend. Denn die Satelliten beeinträchtigen ihre Sicht auf die Sterne. Vor allem die durch das Sonnenlicht verursachte Lichtreflexion bei Sonnenuntergang und Sonnenaufgang macht ihnen zu schaffen.

Umweltdesaster im All?

«Das geht einfach zu weit. Durch Lichtverschmutzung sehen wir den Himmel schon in den Städten nicht mehr. Dann möchte ich ihn wenigstens noch in der freien Natur bewundern», sagt der Radioastronom Heino Falcke im «Spiegel».

Astronomen und Astronominnen sind nicht die einzigen Kritiker von Musks Vorhaben. Auch Satellitenbetreiber leisten Widerstand. Sie befürchten, dass ihre Geschäftsgrundlage wegbricht – und ein Umweltdesaster im All entstehen könnte, wie das «Handelsblatt» berichtet.

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