22.07.2020 14:44

Vom Menschen zum Cyborg

Elon Musk will in unsere Gehirne eindringen

In Musks Unternehmen Neuralink wird an einem Chip getüftelt, der einem Menschen direkt ins Gehirn eingebaut werden soll. Damit sollen beispielsweise ganz einfach neue Sprachen gelernt werden.

von
Dominique Zeier
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Elon Musk beschäftigt sich mit ganz Kleinem.

Elon Musk beschäftigt sich mit ganz Kleinem.

KEYSTONE
Sein Unternehmen Neuralink arbeitet an Chips, die in das menschliche Gehirn eingepflanzt werden sollen.

Sein Unternehmen Neuralink arbeitet an Chips, die in das menschliche Gehirn eingepflanzt werden sollen.

KEYSTONE
Der Visionär hat bereits das Elektroauto revolutioniert.

Der Visionär hat bereits das Elektroauto revolutioniert.

KEYSTONE

Darum gehts

  • Elon Musks Unternehmen Neuralink arbeitet an einem Chip, der ins menschliche Gehirn eingesetzt werden soll.
  • Damit sollen ganz einfach neue Fähigkeiten heruntergeladen werden können.
  • Auch Musik soll so direkt ins Gehirn eingespielt werden können.

Elon Musk ist ein Visionär, der seine Träume immer wieder in die Realität umsetzt. So hat er mit Tesla nicht nur das Elektro-Auto neu erfunden, sondern will die Menschheit mithilfe seines Raumfahrtsunternehmens Spacex künftig zu einer multiplanetaren Spezies machen und das Verkehrssystem auf der Erde mit seinem Hyperloop revolutionieren. Sein neustes Bestreben wendet sich allerdings ins Innere und stellt das menschliche Gehirn ins Zentrum.

Zu diesem Zweck hat Musk bereits 2016 das Unternehmen Neuralink gegründet. Mittlerweile ist auch bekannt, woran dort gearbeitet wird. Es handelt sich laut Stern.de um einen winzig kleinen Chip, der nur wenige Millimeter misst und in ein menschliches Gehirn eingepflanzt werden soll. Damit würde die Verbindung zwischen Mensch und Maschine nochmals auf ein ganz neues Niveau gehoben.

Neue Sprachen lernen

Dieser Chip soll die Fähigkeit haben, Computer nur mittels Gedanken zu steuern. Darüber hinaus soll es möglich sein, neue Fähigkeiten wie Apps für ein Smartphone herunterzuladen und diese direkt in das Gehirn zu übertragen. So können neue Sprachen gelernt oder Bewegungsabläufe für Sportarten eingeprägt werden.

Gelingen soll dies mittels kleinster Fäden, die am Chip angebracht sind. Diese sogenannten Threads sind dünner als menschliches Haar und haben Elektroden an den Enden. Diese können Signale empfangen oder selbst Impulse an Nervenzellen weitergeben. Die Informationen werden dabei über einen Sender am Ohr geleitet, der einem modernen Hörgerät sehr ähnlich sieht. Dieser ist einerseits mit dem Smartphone verbunden, andererseits sendet er Signale an den implantierten Chip weiter.

Musk zeigt sich äusserst überzeugt von dieser neuen Technologie. Auf Twitter schreibt er, dass es auch möglich sei, damit Musik auf eine ganz neue Art und Weise zu erleben. Tatsächlich könnte diese direkt in unser Gehirn gestreamt werden. Für Musk scheint der menschliche Cyborg also bereits in greifbarer Nähe zu sein.

Ausserdem hat er auf Twitter vor kurzem immer wieder dazu aufgerufen, dass sich qualifizierte Personen bei Neuralink bewerben sollen. Anfang Monat teaserte er an, dass es bald ein Update zum Fortschritt geben werde, die das Unternehmen gemacht habe. «Während ihr wartet, machen wir hier KI-Symbiose», schreibt Musk.

Digital-Push

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So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

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54 Kommentare
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unüberlegt

23.07.2020, 18:06

Ich denke nicht, dass das funktionieren wird ohne unser Gehirn in overdrive zu versetzen. Die folgen könnten bis zum Burnout mit grosser beeinträchtigung des Hirn sein..

Thomas

23.07.2020, 17:22

ich war mal über Monate hyperaktiv. Mein Hirn war blitzschnell und ich konnte alles erlernen was mir in die Hände kam. Grosser Lob folgte von allen Seiten und Anerkennung. Dan kam das Burnout und mein Gehirn funktionierte monatelang gar nicht mehr. Nach mühsamer, jahrelanger Arbeit, schafte ich wieder den fast vorher Zustand. Die Idee von Musk ist zwar gut aber leider vergisst er viele Faktoren die schlussendlich zum Burnout führen werden..

nacho

23.07.2020, 16:20

Man darf ja noch träumen, gel Elon. Überzeuge zuerst Putin und alle anderen in Milliardenhöhe, welche dem Westen 0 trauen. Danke und tschüss.