Bronschhofen SG  - Eltern halten Verkehr an, damit Kinder Strasse queren können
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Bronschhofen SG Eltern halten Verkehr an, damit Kinder Strasse queren können

Kein durchgehendes Trottoir, kein Fussgängerstreifen: Die Überquerung der AMP-Strasse in Bronschhofen SG macht Eltern von Schulkindern Sorgen. Die Behörden sind informiert.

von
Büro Ostschweiz
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Kinder beim Überqueren der AMP-Strasse.

Kinder beim Überqueren der AMP-Strasse.

Darina Schweizer/Wiler-Nachrichten
Alexandra Helbling begleitet die Kinder auf deren Schulweg. 

Alexandra Helbling begleitet die Kinder auf deren Schulweg.

Darina Schweizer/Wiler-Nachrichten
Einen Zebrastreifen gibt es nicht, aber immerhin eine Verkehrsinsel. 

Einen Zebrastreifen gibt es nicht, aber immerhin eine Verkehrsinsel.

Darina Schweizer/Wiler-Nachrichten

Darum gehts

  • Der Schulweg für Kinder in Bronschhofen SG ist manchmal unfreiwillig abenteuerlich.

  • Dies weil sie wegen eines verkürzten Trottoirs eine Strasse ohne Zebrastreifen überqueren müssen.

  • Eltern begleiten zur Sicherheit jeweils ihre Kinder.

  • Sie beklagen, dass Autos oft zu schnell unterwegs seien und nicht anhalten.

«Manchmal müssen wir sogar auf der Strasse stehen und den Verkehr anhalten», sagt Mutter Alexandra Helbling zu den Wiler-Nachrichten. Auf der AMP-Strasse in Bronschhofen gibt es nicht überall auf beiden Strassenseiten ein durchgehendes Trottoir, weshalb die Kinder auf dem Schulweg gezwungen sind, die Strasse zu überqueren.

Zum Leidwesen der Anwohnenden gibt es an der besagten Stelle keinen Zebrastreifen oder eine Tafel, die Autofahrer zur Vorsicht mahnt. Das einzige Element dort ist eine Verkehrsinsel, die Beruhigung bringen soll. Das Tempolimit von 50 km/h werde von diversen Autofahrern trotzdem überschritten, auch seien oft Lenker während der Fahrt mit ihrem Handy beschäftigt, was die Überquerung der Strasse noch gefährlicher mache, so Anwohnende gegenüber der Lokalzeitung. Eltern begleiten deshalb meist ihre Kinder, wenn diese zur Schule gehen.

Mit optischer Verengung zur Temporeduktion

Die Eltern wünschen sich einen Fussgängerstreifen, gerne auch ein Schild und einen beleuchteten «Biene-Maya-Pfosten» auf der Verkehrsinsel. Ihr Anliegen haben sie bei den Behörden deponiert. Diese haben bereits Massnahmen in die Wege geleitet. So hat der Wiler Stadtrat Anfang Monat das Konzept Schulwegsicherheit Bronschhofen-Rossrüti genehmigt. Im Rahmen dessen wird auch abgeklärt, ob an der AMP-Strasse ein neuer Fussgängerstreifen erstellt werden könnte.

Bis zu dessen Umsetzung könnte es allerdings noch drei Jahre dauern. Eine weitere mögliche Verbesserung könnten markierte Velowege bringen. «Durch die optische Verengung der Fahrbahn kann teilweise eine Geschwindigkeitsreduktion erzielt werden», heisst es sinngemäss im Konzept Schulwegsicherheit der Stadt Wil, von welcher die Ortschaft Bronschhofen politisch ein Teil ist.

Der Polizei ist die AMP-Strasse nicht als gefährliches Pflaster für Fussgänger bekannt. Grundsätzlich sei es möglich, dass Verkehrstechniker der Polizei einen Strassenabschnitt begutachten können, wenn dieser für gefährlich gehalten werde. Anwohnende hoffen, dass möglichst bald Massnahmen umgesetzt werden, damit der Schulweg für ihre und weitere Kinder sicherer wird. Bald werden vermutlich mehr Schülerinnen und Schüler auf der betroffenen Strasse unterwegs sein. Im Herbst sollen Neuzuzüger mit Nachwuchs ins Quartier ziehen.

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