Verkehrschaos: Eltern im Halteverbot: Schule hat genug
Aktualisiert

VerkehrschaosEltern im Halteverbot: Schule hat genug

Jeden Tag verursachen Autos ein Verkehrschaos vor der Primarschule Bottighofen. Die Gemeinde will nun das Problem beseitigen und Fehlbare anzeigen.

von
Ilda Özalp
Schulvorplatz in Bottighofen.

Schulvorplatz in Bottighofen.

Jeden Mittag zeigt sich dasselbe Bild vor der Primarschule Bottighofen: Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto abholen, halten vor der Schule und warten, bis die Schulglocke läutet. «In der Regel stehen 10 bis 15 Autos im Halteverbot und verursachen ein Verkehrschaos», sagt Gemeindeammann Urs Siegfried. Auch in anderen Gemeinden ist das Problem bekannt: «Wir haben bei mehreren Schulen festgestellt, dass Eltern beim Fussgängerstreifen anhalten, um ihre Kinder auszuladen oder abzuholen», so Marlis Angehrn, Wiler Schulratspräsidentin. Dies sei gefährlich für diejenigen Kinder, die zu Fuss nach Hause gehen.

In Bottighofen ist das Problem laut «Thurgauer Zeitung» so akut geworden, dass die Gemeinde eingreifen musste. Sie hat jemanden angestellt, der kurz vor Mittag Sicherheitskegel aufstellt, um das Parkieren im Halteverbot zu verhindern. Wenn sich mit dieser Massnahme die Lage nicht bessert, wird die Gemeinde noch härter durchgreifen: Die Autos, die im Parkverbot stehen, werden fotografiert und der Polizei gemeldet. «Wir sind um die Sicherheit der Kinder besorgt und wollten deshalb eingreifen, bevor ein Unfall passiert», so Siegfried.

Pilotprojekt «Pedibus»

Seit letzten Sommer wird in St. Gallen das Pilotprojekt «Pedibus» durchgeführt: Ein Elternteil begleitet dabei im Quartier Rotmonten eine Gruppe von Kindergärtlern in die Schule. Verkehrsinstruktoren der Stadtpolizei arbeiteten mit den Eltern zusammen. Laut Benjamin Lütolf von der Stapo sollen die Kinder durch «Pedibus» lernen, selbstständig den Schulweg zu gehen. Das Angebot steht ab Sommer interessierten Elterngruppen in der ganzen Stadt zur Verfügung.

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